Düsseldorf,11. März 2010

Von: DIE LINKE. Düsseldorf

Kö-Bogen- Stadt operiert mit veralteten Zahlen

Zu den Angaben der Stadtverwaltung über die Kosten zum 2.Bauabschnitt Kö-Bogen, die von der Stadt zu tragen sind erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf, Angelika Kraft-Dlangamandla:

Bei der öffentlichen Informationsveranstaltung am gestrigen 10. März
zum 2. Bauabschnitt des Kö-Bogens antwortete die Verwaltung auf die
Frage, welche Kosten von der Stadt für diesen Bauabschnitt zu tragen
sind: die Kosten, die 2007 ermittelt wurden und die Grundlage des
Grundsatzbeschlusses des Rates  seien, beliefen sich auf  78
Millionen Euro.

Nicht gesagt wurde, dass erst im letzten Monat aus dem 1.
Bauabschnitt 17 Millionen Euro in den 2. Bauabschnitt geschoben
wurden. Damit sind heute schon Kosten von 95 Millionen Euro
absehbar. Nicht eingerechnet sind hier Kostensteigerungen, die sich
im 1. Bauabschnitt auf über 20 % der ursprünglich von der Verwaltung
ermittelten Zahlen aus dem Jahr 2007 summieren.

Zu rechnen ist also damit, dass die Stadt für den 2. Bauabschnitt
des Kö-Bogens weit über 100 Millionen Euro zu tragen hat.

Dass die Verwaltung mit veralteten Zahlen operiert, bedeutet doch
nur, dass sie befürchtet, dass die berechtigten Widerstände aus der
Bevölkerung weitere Nahrung erhalten. Dass sie dabei aber versucht,
den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen zu streuen, ist nicht
nur unlauter, sondern auch unverantwortlich, denn es geht um unsere
Steuergelder, die anderswo besser eingesetzt werden können und bei
diesem Projekt nur zum Wohle der Immobilienwirtschaft und des
Ansehens einiger Lokalpolitiker ausgegeben werden.


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