Bonn,16. März 2010

Von: DIE LINKE. Bonn

Trennungsforderung nicht nachvollziehbar

Zur Forderung der schwarz-grünen Ratsmehrheit auf Trennung vom aktuellen WCCB-Management-Geschäftsführer Schultze erklärt Michael Faber, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE:

Für die Linksfraktion ist die schwarzgrüne Trennungsforderung von Schultze zum aktuellen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar. Das Kongressgeschäft basiert auf Kundenbindung und vertrauten Ansprechpartnern. Der Wechsel im operativen Bereich ist vor diesem Hintergrund problematisch und kann eine weitere Schwächung des angeschlagenen Kongressgeschäftes in Bonn zur Folge haben. Eine Trennung von Schultze müsste die Ratsmehrheit vor diesem Hintergrund sachlich begründen. Konkrete Vorwürfe gegen sein Agieren bleibt die Koalition aber schuldig. Schwarz-Grün scheint alle Personen im Kontext des WCCBs unter Generalverdacht zu stellen.                       

Die Linksfraktion tritt für strikte Konsequenzen gegenüber allen Verantwortlichen für das WCCB-Desaster ein. Das darf aber nicht zu undifferenzierten Bauernopfern führen. Eine derart populistische Politik lehnt die Linksfraktion ab. Sie sieht aktuell keine sachliche Grundlage für den Trennungswunsch. Schwarz-Grün muss konkrete Vorwürfe auf den Tisch legen, ansonsten droht die Koalition dem angeschlagenen Kongressstandort Bonn erneut einen Vertrauensschaden zuzufügen, nachdem sie bereits zum Jahresbeginn die Kommunalisierung des Betriebes verzögert hat. Wie damals kann die Entscheidung in handfesten Buchungsverlusten enden. Offen ist darüber hinaus die Frage nach Abfindungskosten für die eh angeschlagene und bald in kommunaler Hand befindliche Betreibergesellschaft.


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