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10. November 2011 LINKSLETTER, Jürgen Aust

"Sternfahrt“ im VRR für ein echtes Sozialticket

Sozialticket "Sternfahrt"

15 € - mehr ist nicht drin! - Unter diesem Motto haben am 5. November 2011 zahlreiche Sozialticket-Initiativen im VRR-Bereich eine sog. „Sternfahrt“ durchgeführt, um gegen das zum 1. November 2011 eingeführte, jedoch überteuerte VR-Ticket zu einem Preis von 29,90 € zu protestieren und gleichzeitig mit Flyern und „Rote-Punkt“-Buttons für ein echtes Sozialticket zu werben.

Es waren Initiativen aus Dortmund, Bochum, Essen, Wesel, Düsseldorf und weiteren MitstreiterInnen, die von den jeweiligen Bahnhöfen aus Richtung Duisburg fuhren und in den Zügen mit zahlreichen Menschen ins Gespräch kamen, um sie über die Ziele der Aktion aufzuklären. Am Zielort Duisburg fand dann eine Kundgebung statt, die auf dem Bahnhofvorplatz durch zahlreiche bunte Transparente und die ca. 20 m lange „Staßenbahn“ der Düsseldorfer Initiative größere Aufmerksamkeit erregte.

In den Redebeiträgen machten der DGB-Vorsitzende der Region Ruhr-Mark, Michael Hermund, und der verdi-Bezirkgeschäftsführer aus Duisburg, Thomas Keuer, deutlich, dass das VRR-Ticket, wie die Entwicklung der Abo-Zahlen in Dortmund bewiesen, die gewünschte Mobilität für Menschen in Armutsverhältnisse geradezu verhindere. Nachdem dort der Preis von 15 € wegen angeblich zu geringer Kostendeckungauf 30 € verteuert wurde, fielen die Abo-Zahlen von ca. 24.000 auf inzwischen unter 7.500 ab.

Der Moderator der Kundgebung, Jürgen Aust aus Duisburg, machte zum Abschluß deutlich, dass die Initiativen in den nächsten Wochen und Monaten weitere Veranstaltungen und Aktionen für ein echtes Sozialticket durchführen würden, da absehbar sei, dass das zum im VRR-Bereich eingeführte „Sozialticket“ die von Armut betroffenen Menschen weiterhin im Regen stehen lasse.

Jürgen Aust