17. November 2012 LaVo2012.11.17.-48

Antrag „Bandbreite“

Beschluss

Bechluss des Landesvorstandes:

Die Sätze werden in der Reihenfolge getauscht. Der Beschluss lautet: Der LV NRW wird sich an Veranstaltungen von Parteigliederungen, auf denen die Duisburger Band „Die Bandbreite“ auftritt, weder finanziell noch inhaltlich oder organisatorisch beteiligen. Der Landesvorstand rät den Gliederungen der Partei davon ab, mit der Band zusammenzuarbeiten.


Antragsteller: Frank Laubenburg (KV Düsseldorf)                          

Eingang: 25.09.2012

Liebe Genossinnen und Genossen,

ich möchte Euch bitten, auf der nächsten Landesvorstandssitzung folgenden Antrag zu beraten und zu beschließen:

Der Landesvorstand NRW der Partei DIE LINKE rät den Gliederungen der Partei davon ab, mit der Duisburger -Band „Die Bandbreite“ zusammenzuarbeiten. Der Landesverband wird sich an Veranstaltungen von Parteigliederungen, auf denen „Die Bandbreite“ auftritt, weder finanziell noch inhaltlich oder organisatorisch beteiligen.

Begründung:

Die Bandbeite“ tritt seit Jahren auf Veranstaltungen von Verschwörungstheoretikern auf und bedient bewusst auch ein extrem rechtes politisches Spektrum. Über längere Zeit wurde das innerhalb der LINKEN ignoriert, entsprechende Vorwürfe wurden den (auch meiner Meinung nach nicht Ernst zu nehmenden) „Antideutschen“ zugeordnet.

Aktueller Hintergrund meines Antrags ist nun der Auftritt der „Bandbreite“ am vorvorherigen Wochenende in Wittenberg, wo der rechtsesoterische Spinner Peter Fitzek sich zum neuen König von Deutschland weihen ließ. Fans der Band können sich das Video des Auftritts unter http://bewusst.tv/podpress_trac/web/1030/0/KoenigreichD.wmv anschauen, die Krönungszeremonie ab 9:42, den „Bandbreite“-Auftritt ab 38:25.

Bereits vor mehreren Monaten hatte die LAG queer der LINKEN mit einer Pressemitteilung erreicht, dass über „Die Bandbreite“ kritisch berichtet und diese aus dem Kulturprogramm des CSD Duisburg ausgeladen wurde.

Die PM findet Ihr unter http://linke-queer-nrw.de/?p=1093

Weitere inhaltliche Berichte finden sich in Neues Deutschland http://www.neues-deutschland.de/artikel/230191.wie-links-ist-paranoia.html?sstr=bandbreite

und in der WAZ Duisburg http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/aids-und-nazi-songs-der-bandbreite-spalten-homosexuelle-vor-dem-csd-id6817083.html

Am 13. November findet nun im Rahmen des Queerlife-Festivals in Duisburg eine Podiumsdiskussion zur „Bandbreite“ statt, siehe http://qld.hokudu.de/2012/programm.shtml#1311

Da auch einzelne Kreisverbände der LINKEN „Die Bandbreite“ in der Vergangenheit gebucht haben und sich die Band auch immer wieder auf diese Auftritte beruft, um die ihr gemachten Vorwürfe zu „widerlegen“, halte ich eine Positionierung des Landesvorstandes für notwendig.