Änderungsantrag zum Leitantrag des Landesvorstandes: Zeilen 399 – 402
Antragsteller: Günter Blocks
Der Landesparteitag möge beschließen, die Zeilen 399 – 402
Die Mitgliederentwicklung ist rückläufig. DIE LINKE tauscht gerade – ähnlich wie die Grünen in den 90er Jahren – ihre Mitgliedschaft aus. Für jeden Neueintritt müssen wir einen Austritt verbuchen. Dieser Bundestrend ist mit Verspätung seit einigen Wochen auch in NRW angekommen.
wie folgt zu ändern:
- Folgende Sätze werden ersatzlos gestrichen:
DIE LINKE tauscht gerade – ähnlich wie die Grünen in den 90er Jahren – ihre Mitgliedschaft aus. Für jeden Neueintritt müssen wir einen Austritt verbuchen.
- Der Satz
Dieser Bundestrend ist mit Verspätung seit einigen Wochen auch in NRW angekommen.
wird geändert in:
Dieser Bundestrend ist seit einem Jahr auch in NRW angekommen.
Begründung:
Es gibt (weder in diesem Leitantrag noch sonst wo) irgendwelche Belege dafür, dass ein Mitgliedschafts-Austausch der LINKEN. NRW stattfände:
Vielmehr sind knapp 2/3 der Mitglieder der beiden Quellparteien zum Zeitpunkt der Fusion auch heute noch Mitglied der LINKEN. NRW.
Austritte sind vielmehr überwiegend unter enttäuschten Neumitgliedern festzustellen.
Umso irritierender ist es, dass der Landesvorstand in seinem Leitantrag (Zeile 398 f.) nur lapidar feststellt:
Die vom Landesparteitag beschlossene Mitgliederkampagne … ist gescheitert.
anstatt eine Neuauflage der „Kampagne der LINKEN. NRW zur Mitgliederwerbung und Parteientwicklung“ (so der vollständige Name des Landesparteitags-Beschlusses vom 11.07.2010) anzukündigen oder neue Ansätze hierzu in seinem Leitantrag aufzuzeigen.
Ebenso falsch ist auch die Behauptung, der Trend zur rückläufigen Mitgliederentwicklung ist mit Verspätung seit einigen Wochen auch in NRW angekommen.
Richtig ist vielmehr, dass der Höchststand unserer Mitgliederzahl in NRW am 17.08.2010 mit 8.953 Mitgliedern erreicht wurde.
Nicht seit einigen Wochen, sondern vielmehr seit dem Zeitpunkt des Amtsantritts dieses Landesvorstandes vor einem Jahr hat DIE LINKE. NRW 7,5 % ihrer Mitglieder verloren.
Statt einer Analyse dieser Fehlentwicklung folgt nur der hilflose Appell Es gilt, sich ihm [also dem Trend zum Mitglieder-Rückgang] gemeinsam auf allen Ebenen entgegen zu stellen!