17. Februar 2017 DIE LINKE. Dortmund

Fraktion DIE LINKE & PIRATEN erklärt ihre Solidarität mit den Beschäftigten auch in Dortmunder Krankenhäusern

Bernd Tenbensel

Bernd Tenbensel

Die Dortmunder Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN unterstützt die Kolleginnen und Kollegen der Dortmunder Krankenhäuser, die sich am kommenden Dienstag am bundesweiten Aktionstag der Gewerkschaft ver.di für mehr Personal im Krankenhaus beteiligen. Die Aktion ist Bestandteil einer bereits seit längerem laufenden Kampagne von ver.di gegen die anhaltende Personalnot in deutschen Krankenhäusern, insbesondere im Pflegebereich.

Im ver.di-Nachtdienst-Check haben 70,6 % der Beschäftigten angegeben, dass sie keine Pause machen konnten. Von denen, die allein auf der Station arbeiten, waren es 77,9 %. Der Grund ist klar: zu wenig Personal. Bundesweit fehlen nach Angaben von ver.di insgesamt 162.000 Stellen. „DIE LINKE geht von 100.000 fehlenden Beschäftigten allein in der Pflege aus“, sagt Dr. Bernd Tenbensel, der gewerkschaftspolitische Sprecher der Dortmunder Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. Da wird auch die gesetzlich vorgeschriebene Pause in der Tagschicht zum Luxus.

Die Aktivitäten von ver.di zielen auf die gesetzliche Festlegung eines Mindestpersonalstandards. Da sich politisch jedoch nichts bewegt hat, setzt ver.di jetzt auf Tarifverhandlungen. So zielt die Pausen-Aktion am Dienstag darauf, sich auch in NRW warmzulaufen für Verhandlungen zu einem Entlastungs-Tarifvertrag.

Vorgemacht hat es die Berliner Charité, dort gibt es einen Tarifvertrag, der den Personaleinsatz regelt. Auch im Saarland haben in Januar alle 21 Kliniken die Auseinandersetzung um einen Entlastungstarifvertrag begonnen.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN wünscht den aktiven Dortmunder Kolleginnen und Kollegen und allen anderen Aktiven in NRW viel Erfolg bei ihrem Aktionstag. „Wir unterstützen die Forderung nach einem Entlastungstarifvertrag. Denn ohne ausreichendes und gut qualifiziertes – aber auch ausgeruhtes – Personal gibt es auch keine gute Versorgung von Patientinnen und Patienten“, so Dr. Tenbensel.

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