7. Februar 2018 DIE LINKE. Frechen

Großer Zuspruch bei Widmung des Anton-Engermann-Weges

Vor über 40 Gästen, darunter der Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Matthias W. Birkwald aus Köln und Vertretern aller Frechener Ratsfraktionen, wurde gestern Nachmittag der Verbindungsweg zwischen Kreuzbergstraße und An der Ziegelei in Frechen, von der Bürgermeisterin Susanne Stupp offiziell gewidmet. Anton Engermann (* 6.10.1902 + 24.5.1983) war ein Frechener Kommunist, der in der Nazizeit insgesamt 11 Jahre in Zuchthäusern und im KZ Sachsenhausen inhaftiert war. Er wurde 1933 im Keller des Frechener Rathauses schwer gefoltert.

Nach der Enthüllung des Straßenschildes durch den stellv. Fraktionsvorsitzenden der Frechener Linken Peter Singer, nutzte dieser die Gelegenheit aus seiner Sicht an Anton Engermann zu erinnern.

„Mit Toni verbindet mich etwas Besonderes. Ich habe ihn noch persönlich gekannt. In meiner Jugend und bis heute, ist mir seine aufrechte Haltung und sein humanistisches Menschenbild Vorbild und Verpflichtung zu gleich,“ so Singer in seiner Rede. Am 23. Februar 2018 wird Singer eine Kopie des Straßenschildes in der Gedenkstätte Sachsenhausen übergeben. Dieses Schild wird dann dort ausgestellt.

Zum Abschluss zitierte er aus dem Vermächtnis der ehemaligen Häftlinge des KZ Sachsenhausen:

„Wir beauftragen unsere Nachfolger in unserem Namen allen Erscheinungen von Faschismus, Militarismus, Rassismus und Antisemitismus, jedweder Unterdrückung und Ausgrenzung von sozialen Gruppen oder Einzelpersonen auf Grund ihrer Weltanschauung, ihres Glaubens oder ihrer Herkunft entschlossen entgegenzutreten.“

Artikel empfehlen: