12. Januar 2018 DIE LINKE. Mettmann

Warnstreiks in Wülfrath

Michaele Gincel-Reinhardt

Michaele Gincel-Reinhardt

„2% mehr Lohn und längere Arbeitszeiten sind kein Angebot sondern ein schlechter Witz!“ erklärt Michaele Gincel-Reinhardt, Kreissprecherin der Partei DIE LINKE im Kreis Mettmann. Für DIE LINKE ist klar: Die anstehenden Warnstreiks der IG-Metall sind nach diesem Angebot nicht nur berechtigt sondern notwendig. „DIE LINKE steht ohne Wenn und Aber auf der Seite der Belegschaften“ so Gincel-Reinhardt.

In Wülfrath finden Warnstreiks der  IG-Metall für gute Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten statt.  Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit am 18. Januar zeigen die Belegschaften der großen Metallunternehmen im Kreis Mettmann, was sie von dem Angebot der Arbeitgeberseite halten.

DIE LINKE. KV Mettmann unterstützt die Forderungen der Belegschaften von Knorr-Bremse, Georg Fischer, BKS und anderen Belegschaften im Kreis.  Die Angebote der Arbeitgeber seien zurückzuweisen:

„Statt die Tarife den seit Jahren steigenden Unternehmensgewinnen wenigstens anzupassen, sollen die Belegschaften wieder mit Almosen abgespeist werden. Das ist weder vernünftig, noch sozial, noch angemessen“ so Gincel-Reinhardt. „Der Rücken der Belegschaften ist breit. Es wurde in den letzten Jahren viel ertragen – damit muß jetzt Schluss sein!“

Besonders unterstreicht die Linke  die Forderung nach freiwilliger Arbeitszeitverkürzung: „Schichtarbeit macht krank. Zunehmender Stress und steigender Leistungsdruck kommen für die Kolleginnen und Kollegen dazu. Die Gesundheit der Arbeiter sollte den Unternehmen am Herzen liegen.  Das Angebot einer „freiwilligen“ Wochenarbeitszeitverlängerung  durch die Arbeitgeber hört sich in diesem Zusammenhang wie ein Hohn an. Die Kolleginnen und Kollegen sind keine Maschinen, die man nach Belieben an- und abstellen kann.“

„6% mehr Lohn und kürzere Arbeitszeiten bei Bedarf statt Almosen und Arbeitszeitverlängerung auf den Knochen der Belegschaften – dafür lohnt es sich zu streiken!“ Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen wird überwiegend von Frauen geleistet. Eine temporäre Arbeitszeitverkürzung ermöglicht die Verteilung der Sorgearbeit auf Frauen und Männer.

Auch aus Berlin kommt Unterstützung für den Warnstreik. Hubertus Zdebel, Mitglied des Deutschen Bundestages für die Partei DIE LINKE ist sauer: „Das Angebot der Arbeitgeber die Löhne um 2 Prozent zu erhöhen ist ein Witz im Angesicht der hohen Gewinne, die die Unternehmen der Metallbranche erzielen. Die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn ist mehr als berechtigt. Ein Lohnabschluss, der eine echte Erhöhung der Einkommen bedeutet, ist überfällig. Es darf nicht sein, dass die Gewinner immer weiter steigen, während die Reallöhne stagnieren oder sogar zurückgehen.“

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