16. März 2014 Foto:Niels-Holger Schmidt

LINKE wählt Kandidaten zum Integrationsrat:

Die Spitzenkandidaten der LINKEN auf einen Blick (v.l.n.r.): Christoph Ferdinand auf Listenplatz 1 für Rat und Bezirksvertretung Kirchhellen, Uwe Sluyterman van Langeweyde auf Platz 1 für die Bezirksvertretung Süd, Ismail Günes auf Platz 1 zum Integrationsrat, Oberbürgermeister-Kandidat Günter Blocks und Dieter Polz auf Platz 1 für die Bezirksvertretung Mitte

Die Spitzenkandidaten der LINKEN auf einen Blick (v.l.n.r.): Christoph Ferdinand auf Listenplatz 1 für Rat und Bezirksvertretung Kirchhellen, Uwe Sluyterman van Langeweyde auf Platz 1 für die Bezirksvertretung Süd, Ismail Günes auf Platz 1 zum Integrationsrat, Oberbürgermeister-Kandidat Günter Blocks und Dieter Polz auf Platz 1 für die Bezirksvertretung Mitte

Einstimmig auf Listenplatz 1 zur Wahl des Integrationsrats gewählt wurde am Samstag auf der Wahlversammlung in den „Alten Stuben“ LINKEN-Kreisvorstandsmitglied Ismail Günes (25, Inventurleiter). Ihm folgen auf Platz 2 Roswitha Busch (62, Rentnerin), auf Platz 3 Ali Ülbegi (49, Qualitätsprüfer) und auf Platz 4 Uwe Sluyterman van Langeweyde (54, Nachrichtentechniker).

Die Liste soll unter dem Namen „DIE LINKE. International“ zur Integrationsratswahl antreten.

Zu Beginn der Versammlung erinnerte LINKEN-Oberbürgermeister-Kandidat Günter Blocks daran, dass SPD und CDU gemeinsam Bottrop sozial heruntergewirtschaftet hätten: „Bottrop-Pass, Schulmittagessen für Bedürftige, Stadtteil-Bibliotheken – alles von der GroKo abgeschafft. Zuschüsse für Jugendarbeit und Sport sowie die Suppenküche Kolüsch zusammengestrichen. Und die Grundsteuer erhöht, was auch die Mieter trifft. Ohne unseren Widerstand gegen diese unsoziale Politik gäbe es jetzt kein Freibad mehr.“

Zugleich hätten SPD und CDU die Stadt auch wirtschaftlich „vor die Wand gefahren“: „Bottrops Wirtschaftskraft liegt auf dem allerletzten Platz unter allen kreisfreien Städten in Deutschland. Die Notwendigkeit, rechtzeitig Ersatzarbeitsplätze für den auslaufenden Bergbau zu schaffen, wurde völlig verschlafen.“

LINKEN-Ratsherr Christoph Ferdinand ergänzt: „All das trifft die Bottroper mit Migrationshintergrund oft in noch weit schärferem Maße. Deshalb ist eine lokale Wirtschafts- und Sozialpolitik, die sich an den Interessen der Lohnabhängigen statt der Reichen orientiert, Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integrationspolitik.“

Günes fügte dem hinzu: „Wir fordern volle Bürgerrechte für alle Menschen, die in unserer Stadt ihren Lebensmittelpunkt haben. Wichtig wäre es, für Migranten ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechend Stellen in der Verwaltung und allen städtischen Betrieben zu schaffen, damit die Bedürfnisse der Einwanderer von vornherein Berücksichtigung finden. Dringend notwendig ist es, antirassistische Arbeit in den Schulen zu fördern.“

Für die weiteren Listenplätze 5 bis 7 zum Integrationsrat wurden nominiert: 5. Hasan Günes (45, Betriebsschlosser), 6. Riza Demir (40, Gerüstbauer), 7. Kanber Günes (50, Rentner).

 

 

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