9. Mai 2017 Özlem A. Demirel, DIE LINKE. NRW

Falsche Zahlen der SPD:
Bildungsausgaben in NRW sind mangelhaft

Özlem A. Demirel

Özlem A. Demirel

Zur Diskussion um die SPD-Werbung mit angeblichen Verbesserungen bei der Bildungsversorgung in NRW, erklärt Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der NRW-LINKEN und deren Spitzenkandidatin zur bevorstehenden Landtagswahl:

"Kraft und Löhrmann biegen sich die Zahlen zurecht, um gut dazustehen. Tatsächlich hat NRW im Vergleich zu den anderen Bundesländern die schlechteste Versorgung mit Kitaplätzen, die größten Schulklassen, die geringsten Haushaltsmittel pro Schüler und die wenigsten Hochschullehrer pro Kopf bei den Studierenden. Da gibt es gar nichts schön zu rechnen. Die Bildungsausgaben im Land müssen massiv steigen, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden.“

Insbesondere die Behauptung, die Landesregierung habe für einen Zuwachs von 7.000 Lehrern seit 2010 gesorgt, weist DIE LINKE als falsch zurück. Demirel verweist auf die aktuellen amtlichen Schuldaten: "Tatsächlich gab es im Jahr 2010 181.016 Lehrer an öffentlichen Schulen, im Jahr 2016 waren es nur noch 177.521. (Quelle: Auszug aus den "Amtlichen Schuldaten", hier Statistik-Telegramm 2016/2017, Seite 39, Lehrerzahlen) Von 7.200 Lehrern mehr, wie die SPD behauptet, kann also keine Rede sein. Es ist zudem ein Skandal, dass so viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer befristet eingestellt sind. Wir wollen gute Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und gute Bildung für Schülerinnen und Schüler.“

Dass sich nun aber ausgerechnet die Parteien der Vorgängerregierung, CDU und FDP, in die erste Reihe der Kritik stellen wollen, hält Demirel für einen schlechten Scherz:

"Tatsächlich wollen CDU und FDP die Bildung noch mehr beschneiden als es SPD und Grüne tun. Sie waren es auch, die das Turboabitur eingeführt und dabei die Mittelstufe um ein Jahr gekürzt haben."

Grundsätzlich einig waren sich über die Schulzeitverkürzung alle vier Parteien: CDU, FDP, SPD und Grüne.

"Wer eine wirkliche soziale und gerechte Alternative zur Politik der mangelhaften Bildungsfinanzierung will, ist bei der Wahl am Sonntag bei der LINKEN am besten aufgehoben", stellt deren Spitzenkandidatin Özlem Alev Demirel abschließend klar.

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