26. Mai 2017 Helmut Born, DIE LINKE. NRW

Für Allgemeinverbindlickeit der Tarifverträge im Einzelhandel

Helmut Born

Helmut Born

Zu der Tarifrunde im Einzelhandel, die gestern mit dem ersten Aktionstag in die aktive Phase übergegangen ist, erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher der LINKEN in Nordrhein-Westfalen, Helmut Born: "DIE LINKE unterstützt die Forderung der Einzelhandelsbeschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di nach Anerkennung der Allgemeinverbindlichleit der Tarifverträge für den Einzelhandel. Es muss Schluss gemancht werden mit dem ruinösen Wettbewerb im Einzelhandel, auf Kosten der Beschäftigten." Born weiter:

"Tarifverträge haben für alle Unternehmen in der Branche zu gelten. Dann haben auch alle die gleichen Bedingungen. Damit würden auch die Lohndumpingmodelle großer Konzerne, wie z.B. Amazon oder real, der Vergangenheit angehören und alle Beschäftigten hätten ein einklagbares Recht, nach dem Tarifvertrag bezahlt zu werden.

Erfreulicherweise haben erste Konzernvorstände erklärt, dass sie für die Anerkennung der Allgemeinverbindlickeit sind. Vor allem ist hier aber die Bundesregierung gefordert. Trotz aller Ankündigungen der Bundesarbeitsministerin, Nahles, ist hier nichts passiert. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeberverbände ist immer noch nicht zu umgehen. Dabei würde einfache gesetzliche Regelung genügen um die Anerkennung, auch ohne Zustimmung der Arbeitgeber, möglich zu machen. Aber dafür fehlt Andrea Nahles offensichtlich der Mut.

Da der Einzelhandel seit Jahren eine Boombranche ist, ist auch die Forderung nach einer Erhöhung der Einkommen um 1 € pro Stunde mehr als gerechtfertigt. Die Beschäftigten müssen an den guten Ergebnissen der Unternehmen angemessen beteiligt werden."

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