1. Dezember 2017 Jasper Prigge, DIE LINKE. NRW

Für das Recht auf Gesundheit: HIV-vorbeugende Medikamente müssen Krankenkassenleistung werden

Jasper Prigge

Jasper Prigge

Zum Welt-AIDS-Tag 2017 am 1. Dezember erklärt Jasper Prigge, stellvertretender Landessprecher der Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen: „My health, my right“, unter dieses weltweite Motto hat UNAIDS den diesjährigen Welt-AIDS-Tag gestellt. Das Recht auf Gesundheit, also auf den Schutz vor HIV und auf die medizinische Versorgung von HIV-positiven Menschen und an AIDS Erkrankten ist nach wie vor unterentwickelt, auch in der Bundesrepublik." Prigge weiter:

So werden die Kosten der Vor-Risiko-Vorsorge (PrEP) also der vorbeugenden Einnahme von Medikamenten zur Vermeidung einer HIV-Infektion, nach wie vor nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Pharmakonzerne kassieren für eine Monatspackung zudem zwischen 600 und 800 Euro. Erst eine Initiative von Apothekern in Zusammenarbeit mit der Deutschen AIIDS-Hilfe hat dazu geführt, dass es seit Oktober auch Blisterpackungen für ca. 50 Euro monatlich gibt. Dies führt aktuell zu einem deutlichen Preisverfall auch für die original verpackten Medikamente – und macht dadurch deutlich, dass die Pharmakonzerne bislang ungehindert exorbitant abkassieren konnten. Nicht um das Recht auf Gesundheit, sondern die Gier nach Profiten kennzeichnet ihr Handeln.

Doch auch die reduzierten Kosten von 50 Euro pro Monat können sich viele derjenigen, die für eine Einnahme infrage kommen, nicht leisten. Der Schutz vor HIV ist damit eine Frage des Geldbeutels. Das ist inakzeptabel, notwendig ist eine Übernahme der PrEP-Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dafür tritt DIE LINKE ein – und zwar nicht nur am Welt-AIDS-Tag.

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