22. Januar 2018 DIE LINKE. NRW

Hambacher Forst:
Keine Gewalt gegen die Aktivistinnen und Aktivisten!

Seit 08:00 Uhr heute früh geht Polizei gegen Menschen vor, die mit hohem persönlichem Einsatz, die Reste des über 1.000 Jahre alten Hambacher Forstes schützen. Drohnen und Helikopter fliegen über das Gelände, Polizeifahrzeuge und schweres Gerät dringen in den Wald ein, mindestens zwei Personen wurden vorläufig festgenommen.

Nach dem Stopp der Rodungen durch das OVG Münster ende November, hatte die Landesregierung im Dezember erklärt, dass in dieser Saison keine weiteren Bäume gefällt würden.

„Um so unverständlicher ist daher die Repression gegen die Waldbesetzerinnen und Waldbesetzer. Eine völlig unnötige Provokation, ohne Sinn und Verstand“, kommentiert Christian Leye, Vorsitzender der LINKEN in NRW den Einsatz heute.

„Der Wald ist Heimat für etliche seltene und geschützte Arten, wie z. B. Die Bechsteinfledermaus. Es ist verrückt, dieses Biotop, das längst als FFH-Gebiet geschützt sein müsste, jetzt dem Stress dieser Konfrontation auszusetzen. Haben RWE und Landesregierung Sorge, das OVG Münster könne sich der Beschwerde des BUND anschließen und die Schutzwürdigkeit des Hambacher Forstes anerkennen?“ fragt Hanno Raußendorf, umwelt- und klimapolitischer Sprecher der LINKEN NRW und fährt fort:

„DIE LINKE. NRW bekräftigt aus diesem Anlass ihre Forderung nach einem gesetzlich geregelten und für die Beschäftigten sozial abgesicherten Kohleausstieg. Dieser muss unverzüglich mit den dreckigsten Meilern beginnen und spätestens im Jahr 2035 beendet sein. Bis 2025 sollen alle Kraftwerke vom Netz gehen, die älter als 40 Jahre sind. In diesem Rahmen verlangen wir ein umfassendes Klimaschutzprogramm für NRW mit einem verbindlichen Fahrplan für den sofortigen Braunkohleausstieg in NRW.“

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