19. September 2017 DIE LINKE. NRW

Keine Stahlfusion auf Kosten der Belegschaft!

DIE LINKE. unterstützt die Forderungen der Beschäftigten bei Thyssen-Krupp. Auch wir lehnen eine Fusion der Stahlsparten von ThyssenKrupp und Tata Steel entschieden ab. Diese würde weitere Arbeitsplätze in der Stahlindustrie gefährden. Der Vorschlag von links: Eine Industriestiftung mit Landes- und Bundesmitteln. So können Arbeitsplätze geschützt und die demokratische Mitsprache auf neue Füße gestellt werden. Deshalb rufen wir unsere Mitglieder auf, die Groß-Kundgebung der IG-Metall in Bochum zu unterstützen. Wir treffen uns am Freitag, den 22. September um 9:00 Uhr vor dem Thyssen-Krupp Steel an der Essener Straße.

Zum Schutz der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie ist eine starke Landesbeteiligung durch die Gründung einer Industriestiftung notwendig. Diese muss bei ThyssenKrupp in die Stahlsparten einsteigen und Geschäfte auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen verhindern. Dass dubiose Finanzinvestoren, denen es nur um kurzfristige Rendite geht, bei ThyssenKrupp an Einfluss gewinnen, ist Teil des Problems. Eine solche Stiftung kann dagegen dauerhaft dafür sorgen, dass eine Unternehmensstrategie verfolgt wird, die sich an den Interessen der Beschäftigten und der Menschen in NRW orientiert. Dafür gibt es praktische Beispiele. Ein solches Modell hat – auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine – etwa die saarländische Stahlindustrie gerettet.

Gleichzeitig brauchen wir ein staatliches Investitionsprogramm zur Wiederherstellung der heute maroden Infrastruktur. Dies wird Arbeitsplätze schaffen und die Nachfrage nach Stahl steigern.

Landes- und Bundesregierung sind in der Pflicht, sofort für die Sicherung der Jobs in der Stahlindustrie aktiv zu werden. Wer sich hier aus der Verantwortung stiehlt, ist politisch haftbar für das Schicksal der Beschäftigten und ihrer Familien. Dass die Landesregierung Laschet von CDU und FDP die Fusionspläne sogar unterstützt, ist ein Skandal.

Anteilseigner und Manager haben in Zeiten des Stahlbooms Milliarden verdient. Jetzt ist es Zeit, Verantwortung für die Beschäftigten zu übernehmen, die diese Profite erarbeitet haben.

DIE LINKE steht an Eurer Seite!

Sahra Wagenknecht    Sevim Dagdelen     Christian Leye

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