Flyer; Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: Jülich-Ahaus Castoren Stoppen! Castoren rollen nicht nur nach Gorleben. 2012 sollen 152 Castor-Behälter mit LKW vom Atom-Forschungszentrum Jülich (bei Aachen) ins Atommülllager Ahaus (Münsterland) gebracht werden.
Wie schon 2005 von Dresden sollen diese Castortransporte über die Autobahnen führen. Bis zu 76 Einzeltransporte sind geplant!
www.keincastornachahaus.de
www.sofa-ms.de
www.duisburg-atomfrei.de
www.urantransport.de
www.reaktorpleite.de
www.aku-gronau.de
www.westcastor.de
www.klimabuendnis-niederrhein.de
www.mega-waltrop.de
www.bielefeld-steigt-aus.de
Aktionsbündnis gegen Atomenergie Aachen
www.antiatombonn.de
www.Antiatom-Oberhausen.de
Laufend aktualisierte Liste der "Anti-Atom-Gruppen in NRW" auf "kein-castor-nach-ahaus.de"
Atomausstieg jetzt – Fukushima ist überall!
Heute hat das schwarz-gelbe Bundeskabinett "den Atomausstieg" beschlossen. Acht AKW dauerhaft vom Netz - das ist ein klarer Erfolg unserer massenhafte Proteste! Aber der Rest des Atomdeals ist alles andere als erfreulich und für unsere Region eine reine Katastrophe:
1. Die AKW Grohnde und Lingen soll bis 2021 bzw. 2022 weiterlaufen - Lingen wäre das letzte AKW, das in Deutschland abgeschaltet würde! Die Gefahr eines Super-GAU in unserer direkten Nachbarschaft bliebe uns noch 11 Jahre erhalten!
2. Die UAA Gronau und die Brennelementefertigung in Lingen sollen unbegrenzt weiterlaufen und ausgebaut werden - Deutschland soll also fleißig weiter Uranbrennstoff in alle Welt liefern - das ist kein Atomausstieg, sondern Risikoverlagerung und ein Schlag ins Gesicht der Anti-Atom-Bewegung!
3. Die Leichtbauhalle in Ahaus soll weiter Atommüll aufnehmen, obwohl das Zwischenlager heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre.
4. Die Atommüllkonditionierung in Duisburg soll ebenfalls ausgebaut werden, direkt neben einem Wohngebiet. Die Atomforscher von Jülich sind sowieso kein Thema.
5. In Gorleben wird fleißig weitergebuddelt, ganz so, als sei nichts gewesen!
6. Und die Bundesbürgschaften für ausländische AKW sollen natürlich ebenfalls weiterlaufen - damit hat Schwarz-Gelb kein Problem.
Deshalb ist der Atomdeal heute für uns kein Freudentag - NRW und das südwestliche Niedersachsen werden vom Atomausstieg einfach abgehängt!
Wir rufen deshalb dazu auf, weiter entschlossen auf die Straße zu gehen und den Druck zu verstärken. Ohne Konsens mit der Bevölkerung ist das letzte Wort nicht gesprochen! Außerdem fordern wir von Rot-Grün im Bund Merkels Atomdeal nicht zuzustimmen. Im Land fordern wir von der Landesregierung die umgehende Stilllegung von Gronau und einen Stopp aller Atom- und Urantransporte. Wenn die Landesregierung jetzt nicht handelt und vor Merkel und Röttgen einknickt, verschenkt sie ihre Glaubwürdigkeit. Wir wollen Taten und keine schönen Parteitagsbeschlüsse!
Und so geht es mit den Protesten weiter:
1. In mehreren Orten gehen die Montagsmahnwachen weiter, u. a. in Münster (18 Uhr Domplatz).
2. Am Sonntag, 12. Juni, beginnt am AKW Brokdorf die große Block-Brokdorf-Blockade. Um 12 Uhr findet zur Unterstützung eine große Demo statt, denn Brokdorf soll auch erst 2021 vom Netz. Aus Münster fährt schon am 11. Juni ein Bus (weitere Infos: www.sds-muenster.de). Wer nach Brokdorf will, kann auch morgen zum SOFA-Treffen kommen (20 Uhr, Friedensstr. 42 (Hinterhof)).
3. Am Sonntag, 19. Juni, findet um 14 Uhr der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus statt. Der Ort wird noch bekanntgegeben.
4. Und am Sonntag, 3. Juli - wenige Tage vor den entscheidenden Atomabstimmungen im Bundestag und Bundesrat - findet um 13 Uhr eine Demo vor der Urananreicherungsanlage Gronau statt! Wir lassen nicht locker - Urananreicherung sofort stilllegen, kein weiterer Export von Uranbrennstoff!
Wir rufen euch auf, an den Protesten teilzunehmen und für Gronau noch einmal kräftig zu mobilisieren - organisiert Mitfahrgelegenheiten, Sonderbusse, Fahrradkorsos ... - nur wenn wir jetzt auf der Straße bleiben, können wir das Konsensgelaber durchbrechen. Lassen wir uns jetzt nicht einlullen.Es geht nicht darum, diese oder jene Atomanlage ein Jahr früher oder später stillzulegen - es geht darum, komplett aus der Atomenergie auszusteigen und eine neue Reaktorkatastrophe zu verhindern. Das Gefeilsche um Jahreszahlen ist ziemlich unwürdig, wenn man sich die Bilder aus Fukushima und Tschernobyl anschaut. Die Mehrheit der Bevölkerung will alle Atomanlagen schnell dichtmachen - und genau das muss jetzt passieren (daran sollten Rot und Grün mal denken, bevor sie brav und artig Frau Merkel Zustimmung nicken).
Es gibt viele gute Gründe, Merkels Atompläne abzulehnen - ein konsequenter Atomausstieg sieht anders aus und fängt in Gronau an !!!
Atomfeindliche Grüße
SOFA Münster, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de)