Die Konferenz der LINKEN vom 9. bis 11.10.2010 in Leipzig bereitete den Weg zu einer feministisch-sozialistischen Partei.
"Funktion dieses Beitrags ist es, einen Kompass zu liefern, der für die unterschiedlichen Projekte auf einen Zusammenhang orientiert und in dieser Bündelung wahrhaft kritisch, ja revolutionär ist, während jedes für sich genommen früher oder später zu versanden pflegt..."
Hier finden sich Informationen und Anregungen, die für die Diskussionen von und über Frauen und ihre politischen Perspektiven wichtig sind. Wir identifizieren uns mit dem anhaltenden Kampf der Frauen um ihre Selbstbestimmung, streiten für gleiche Chancen, Rechte und Teilhabe. Es geht uns auch um die Frage, wie DIE LINKE zu einer erlebenswerten Partei mit vielen Frauen von der Basis bis zur Spitze und quer über alle Politikfelder wird. Wir wollen solidarisch mit vielen gemeinsam den Gründungsauftrag unserer Partei umsetzen: Feministisch-sozialistisch auf die Welt zu blicken und sie in diesem Sinne zu verändern.
Seit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs für ein Parteiprogramm wird um dessen feministische Perspektive gerungen. Die Debatte dreht sich um die Bedeutung feministischer Politik als Aufgabe der LINKEN im Allgemeinen, aber auch um die Bewertung der 4in1-Perspektive der Politikwissenschaftlerin Frigga Haug auf der anderen Seite. Mehr...
Die 4in1 Perspektive von einer starren Vorstellung der Vierteilung gleich hier und heute zu denken führt auf den falschen Weg. „4in1 ist ein Projekt der Gesellschafts- und der Selbstveränderung.“, so Frigga Haug. Es geht um den Umbau der Zivilgesellschaft. Dabei setzt 4in1 am zentralen Herrschaftsknoten an, der unsere kapitalistische Gesellschaft zusammenhält: der Klassenfrage, der Geschlechterfrage, der politischen Regelung und der Entwicklung jeder und jedes Einzelnen. Wie viel Zeit ist bei der derzeitigen Produktivkraftentwicklung notwendig, um die Gesellschaft zu reproduzieren? Diese Frage stellt Marx im Rahmen einer Ökonomie der Zeit. Mehr...
Es sollte die feministische Eröffnung des Grundsatzprogramms werden. Doch das achtseitige Papier mit dem Titel „Kämpfe um Zeit“ und mit dem Inhalt der Vier-in-Einem-Perspektive wurde nicht als Antrag in die Programmdebatte des Parteivorstands eingebracht, daher dort weder erörtert noch in den Leitantrag aufgenommen. Möglicherweise wird das Papier zum Programmparteitag im Herbst als Antrag vorgelegt, so dass eine Kommentierung angebracht ist. Hier und da wird darüber diskutiert, mit unterschiedlichen Wertungen quer durch die Strömungen. Was ist eigentlich die Vier-in-Einem Perspektive? Mehr...
Im Unterschied zum ersten Entwurf des Parteiprogramms findet sich inzwischen im Leitantrag des Parteivorstands ein umfassendes Kapitel zur feministischen Perspektive in der Präambel des Programmentwurfs: Mehr...
Frauenplenum am 4. September in Mülheim zum Landesparteitag am 10./11. September ebenfalls in Mülheim Mehr...
