24. Juni 2011 DIE LINKE. NRW und Linksfraktion NRW

Konstruktives Gespräch über Schulgesetzänderung

Nach dem Gespräch in der Staatskanzlei über eine Schulgesetzänderung zur Einführung der Gemeinschaftsschule in NRW erklären Katharina Schwabedissen und Hubertus Zdebel für den Landesvorstand der Partei DIE LINKE sowie Bärbel Beuermann und Wolfgang Zimmermann für die Landtagsfraktion DIE LINKE:

"DIE LINKE freut sich über die zahlreichen kommunalen Initiativen für längeres gemeinsames Lernen, die heute zum Gespräch in der Staatskanzlei geführt haben. Wie man sieht, wünschen sich immer mehr Eltern für ihre Kinder gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse. Damit wenden sich viele Eltern vom alten gegliederten Schulsystem ab. Landauf, landab denken Kommunen über "Eine Schule für Alle" nach, um die Ansprüche der Eltern zu erfüllen, Schülerinnen und Schüler individuell bestmöglich zu fördern und keine Auslese zu betreiben. Darin sieht sich DIE LINKE in ihrer Forderung nach Aufhebung des gegliederten Schulsystems bestätigt."

Die Landes- und Fraktionsspitze der LINKEN NRW weiter:
"DIE LINKE unterstützt die Verankerung der Gemeinschaftsschule im Schulgesetz. Allerdings müssen die bestehenden Gesamtschulen mit der Gemeinschaftsschule gleichgestellt werden. Dazu gehören kleinere Klassen (in Gemeinschaftsschulen 23 Schüler/innen, in Gesamtschulen dagegen 28 Schüler/innen) und eine geringere Zügigkeit (in Gemeinschaftsschulen 69 Schüler/innen pro Jahrgang = 3 Klassen, in Gesamtschulen dagegen 112 Schüler/innen pro Jahrgang = 4 Klassen). Darüber hinaus muss die Gemeinschaftsschule auch zukunftsfest gemacht werden, also inklusiv sein und die Möglichkeit erhalten, sich mit einer Grundschule zusammenzuschließen. Nur so wird das Ziel erreicht, auf dem Lande oder in Stadtteilen Schulen zu erhalten. Es darf keine schulfreien Zonen in NRW geben."

Abschließend kommentieren die Landessprecher sowie die Fraktionsvorsitzenden: "Das Gespräch heute hat in einer sachlichen, angenehmen Atmosphäre stattgefunden. Nur die CDU hat sich dieser Sachdebatte entzogen."