LINKSLETTER vom 2.2.2012

1000 Menschen sollen in Duisburg ihre Wohnung verlieren. Foto:www.mattern-duisburg.de

Liebe Linksletter-LeserInnen,

der Sachverhalt und Hintergrund zu unserem heutigen Titelbild inkl. Aufruf zur Demo ist in dem Beitrag "Duisburg: Wohnst Du noch oder parkst Du schon?" in der Rubrik "Aktiv Vor Ort" beschrieben

Die große Überraschung des Nachmittags war das ablehnende Votum des Rates Bochum zu den Sonntagsöffnungen. Die im Vorfeld von Gewerkschaften und Kirchen geäußerte Kritik scheint bei einigen Ratsmitgliedern Früchte getragen zu haben. Diese Kritik teilt die Linksfraktion Bochum in zentralen Punkten. Mehr zu dem Thema in dem Artikel "SPD und Grüne eiern bei Ladenöffnungszeiten".

Nicht vergessen haben wir den 40 Jahrestag der Berufsverbote. Am 28. Januar 1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt den sogenannten „Radikalen-Erlass“.

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Synergieeffekte nutzen: Unsere Terminübersicht kommt jetzt aus der gleichen technischen Ressource wie die Termine auf der Landeswebsite.

Eure LL-Redax

(Nuri Aygün, Nils Böhlke, Anna Conrads, Darius Dunker, Hans-Werner Elbracht, Gabi Lenkenhoff, Sefika Minte, Irina Neszeri und Karina Ossendorff)


AKTUELLE POLITIK

Schlecker Insolvenz

(nb) Die Schlecker-Beschäftigten haben zum größtenteil aus den Medien erfahren, dass ihre Kette Insolvenz angemeldet hat. Nun fürchten sie natürlich um ihre Arbeitsplätze und auch um die im Juni 2010 abgeschlossenen Tarifverträge, die deutlich über dem Standard im Drogeriebereich liegen. Aus Sicht der LINKEN muss es nun darum gehen, politischen Druck auszuüben, damit eine Abwälzung der Krise auf die Beschäftigten abgewendet werden kann. Die Bundestagsfraktion hat hierfür einen Flyer produziert, der gerne bestellt oder auch ausgedruckt und vor den Fillialen verteilt werden kann. Auch die Landtagsfraktion wird das Thema Schlecker in der kommenden Woche mit einem eigenen Antrag in den Landtag bringen. Die Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann und Ulla Lötzer haben darüber hinaus eine Solidaritätserklärung an den Gesamtbetriebsrat verfasst, die diesem heute zugegangen ist.

SPD und Grüne eiern bei Ladenöffnungszeiten

(nb) Noch vor kurzem schien es so als ob sich SPD, Grüne und LINKE im Landtag in Düsseldorf zumindest darin einig sind die Möglichkeiten der Ladenöffnung an Sonntagen stark zu reduzieren oder ganz abzuschaffen und an Wochentagen sowie am Samstagen die Öffnungszeiten deutlich zu reduzieren. So sprach sich der Arbeitsminister, Guntram Schneider, noch im Sommer für eine Reduzierung in der Woche aus. Nun gab es in der Plenardebatte in der vergangenen Woche ein deutliches Zurückrudern der Regierungsparteien. Angeblich wird noch erörtert, ob es überhaupt zu Änderungen an Werktagen kommen wird. Für den Linksletter hat das Mitglied des Landesvorstands und Betriebsrat im Einzelhandel, Helmut Born, in einem Artikel zusammengefasst.

Nicht in unserem Namen

(gl) In der letzten Woche wurde im Bundestag erneut über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats abgestimmt.  Ein Antrag der LINKEN "Zum ISAF Mandat - keine gezielten Tötungen" wurde abgelehnt. Unsere Abgeordneten argumentieren in ihren Reden und Erklärungen für die sofortige Beendigung des Einsatzes. Bei der namentlichen Abstimmung gab es für die Weiterführung des Einsatzes ein klares NEIN von der LINKEN Fraktion.



Fiskaldiktatur über Europa

(Andrej Hunko, MdB) Auf dem EU-Gipfel am Montag setzte sich die deutsche Bundesregierung mit dem neuen Fiskalpakt durch. Dem Pakt liegt die Vorstellung zu Grunde, dass die Ursache der Eurokrise in mangelnder Haushaltsdisziplin aufgrund überhöhter Staatsausgaben für Soziales, Bildung etc. liegt und die Defizitkriterien der Maastrichter Verträge zu lasch gehandhabt worden wären. Diese Vorstellung ist völlig falsch. weiter lesen


AKTIV VOR ORT

Duisburg: Wohnst Du noch oder parkst Du schon?

Sylvia Brennemann ist in der LINKEN und in der BI gegen den Häuserabriss aktiv. Foto: mattern-duisburg.de

(ine) "Wir bleiben hier! Kein Häuserabriss für das FOC" ist die Parole der MieterInnen am Zinkhüttenplatz in Duisburg-Hamborn. Die 400 Wohnungen wurden 1961 von Thyssen als Wohnungen für die Werksarbeiter gebaut, als der größte Stahlstandort sich zur Industriemetropole entwickelte.

Heute steht Duisburg mit dem "Rücken an der Wand", wie der am 12.2. abzuwählende Adolf Sauerland ("keine Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe") zur Haushaltseinbringung in dieser Woche richtig sagte. Stadtspitze und Regierungsparteien greifen nach jedem Strohhalm und haben vor Jahren den Verkauf städtischer Gelände zur Entwicklung eines "Factory Outlet Centers" beschlossen, um Arbeitsplätze zu schaffen und den "Kaufkraftabfluss" etwa nach Oberhausen zu stoppen. Auch die Duisburger LINKE, im Regierungsboot mit SPD und GRÜNEN, war dafür.

Vom Abriss der Zinkhüttensiedlung mitten in Hamborn und der Vertreibung von 1000 Menschen aus ihren Wohnungen war aber bis zum Oktober 2011 nie die Rede gewesen. Über Nacht wie 1987 die Rheinhauser ArbeiterInnen kam die Nachricht zu den überwiegend alten MieterInnen: "Ihr müsst raus, im Mai kommen die Bagger". Wohnungseigentümer IMMEO (mit den Beständen des Krupp- und Thyssen-Wohnungsbaus) will an den FOC-"Investor" verkaufen, Parkplätze sollen dort entstehen. Im Mafia-Stil und ohne Rechtsgrundlage werden die Menschen seitdem zum Umzug gedrängt, doch die meisten wollen bleiben. Eine BürgerInneninitiative macht mit Erfolg mobil, und auch die Duisburger LINKE stellt sich an die Seite der MieterInnen, - unabhängig zur Grundsatzmeinung zum Outlet-Center. Welche Konsequenzen die Abrisspläne haben und wie DIE LINKE hier weiter agiert, wird in einer Mitgliederversammlung am 8.2. entschieden.

Am morgigen Freitag, 3.2., findet am Hamborner Ratskeller eine Demo der BI statt, zu der auch die Duisburger LINKE aufruft...

Zur Seite von Helmut Mattern aus der "BI Zinkhüttenplatz" mit vielen Informationen...


Sand ins Getriebe der Abschiebemaschinerie!

(Linksjugend - solid) Bereits zum achten Mal werden Menschen seit 2010 über den Flughafen Düsseldorf deportiert!
Kommenden Dienstag sollen vom Flughafen Düsseldorf wieder Menschen gegen ihren Willen abgeschoben werden. Gerade berichten alle Medien, dass uns in Europa eine Kältewelle erwartet, die in im Balkan bereits unter
-30°C erreicht und Dutzende Menschen getötet hat – und die Landes- und Bundesregierung führen trotz des sogenannten Wintererlasses weitere Abschiebungen durch. Wir sind angewidert über diese menschenverachtende Haltung der herrschenden Parteien.
Besonders SPD und Grüne in NRW sind aufgefordert, die Deportationen sofort einzustellen. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) wird inzwischen von Menschenrechtsaktivistinnen, aufgrund seiner Praxis, Abschiebeminister genannt. (>>>)

Am 07.02.2012 10:00 Uhr wird es eine Demo im Terminal B, Abflughalle,
Flughafen Düsseldorf geben.


Naziterror, NSU, Bündnisse, Widerstand- Konferenz antifaschistischer Initiativen

(ac) Am vergangenen Samstag fand in Dortmund die 30. landesweite Konferenz antifaschistischer Initiativen statt. Mehr als 150 AntifaschistInnen aller Altersgruppen diskutierten im Plenum und in Arbeitsgruppen über Themen wie die Verstrickungen zwischen Geheimdiensten und Naziszene, Bündnisarbeit gegen kommende Aufmärsche von rechts, Rassismus gegen Roma, dem Zusammenhang zwischen Faschismus und Krieg und zunehmender Militarisierung und vieles mehr. Hier geht es zu einem Bericht der VVN/BdA und zu einem Bericht aus der jungen Welt.

ARGUMENT & HINTERGUND

Harald Werner: Die LINKE hat recht und hat nichts davon

Es mangelt nicht an Beispielen für die Stichhaltigkeit der Alternativen und Weitsicht der LINKEN. So hat schon die PDS bei der Einführung  des Euros auf die Konstruktionsfehler der Währungsunion  hingewiesen, doch das gegenwärtige Desaster ist noch größer als vorhergesagt. Gleiches gilt für die Kritik der deregulierten Finanzmärkte, die von der rot-grünen Bundesregierung zugelassenen Hedgefonds, die Aussetzung der Vermögenssteuer, wie überhaupt der unzähligen Steuergeschenke an potente Konzerne und Spitzenverdiener. Ganz zu schweigen von der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, den seinerzeit nicht nur die SPD ablehnte, sondern auch den Gewerkschaften nicht passte. Oder nehmen wir die Transaktionssteuer für Kapitalgeschäfte, früher einmal Tobin-Steuer genannt, für die die PDS und später die LINKE von allen Seiten für wirklichkeitsfremd erklärt wurde und die heute zu einer Kernforderung der schwarz-gelben Bundesregierung aufgestiegen ist. Die SPD will die von der LINKEN heftig kritisierte Senkung des Spitzensteuersatzes zumindest teilweise rückgängig machen und scheut sich auch nicht die von der LINKEN geforderte und damals heftig abgelehnte Reichensteuer zu propagieren. Und damit nicht genug, veröffentlicht der Herausgeber der FAZ einen Kommentar mit der Überschrift: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“.

Zum gesamten Text unter dem Titel "DIE LINKE 2.0"...

Zur Seite von Harald Werner...


Jacob Jung Blog: Achtung, fertig, links!

18.1.2012 – Nie waren die Voraussetzungen so gut und nie war die Notwendigkeit so groß für eine starke Linke in Deutschland. Erhebliche Zweifel am Segen des Kapitalismus, an der „marktkonformen Demokratie“ und an der Alternativlosigkeit schwarz-gelb-rot-grüner Politik haben längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem Politik-, viele sogar nach einem Systemwechsel. 

Und was macht DIE LINKE? In der öffentlichen Wahrnehmung mehr oder weniger nichts. Sieht man einmal von Diskussionen über künftige Vorsitzende, Mitgliederentscheide in Personalangelegenheiten, Kontroversen über Appelle in Sachen Iran und Syrien oder die Stasi-Vergangenheit von Landtagsmitgliedern ab, dann ist es verdächtig still in der Partei und um sie herum.

Zum gesamten Artikel...

Zum BLOG von Jacob Jung...

 

Radikalenerlass - 40 Jahre Berufsverbote!

(ko) Die VVN-BdA NRW forderte aus Anlaß des 40 Jahrestages der Berufsverbote die Aufhebung des „Radikalenerlasses“ und die Auflösung des fälschlich Verfassungsschutzes NRW genannten Geheimdienstes und aller anderen geheimdienstlichen Strukturen im Land und in den Städten. In einer Erklärung heißt es:

Am 28. Januar 1972 beschloss die Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt den sogenannten „Radikalen-Erlass“. Zur Abwehr angeblicher „Verfassungsfeinde“ sollte „in das Beamtenverhältnis …berufen werden, wer die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt.“ Alle anderen sollten aus dem öffentlichen Dienst ferngehalten oder entlassen werden.

Die Hexenjagd, genannt „Regelanfrage“, betraf 3,5 Millionen Bewerber/innen für den „öffentlichen Dienst“, vom Postbeamten über den Lokomotivführer bis zum Richter und Lehrer. Der „Verfassungsschutz“ fertigte 35.000 Dossiers über „Verdächtige“. Es kam zu 11.000 Berufsverbotsverfahren, 2.200 Disziplinarverfahren, 1.250 Ablehnung von Bewerbungen und 265 Entlassungen.

Eine Entschädigung, eine Entschuldigung bei den Betroffenen steht bis heute aus. (mehr....)

FRAUENPOLITIK

Aufsichtsratsquote: Noch mehr Kritik und LINKE Ausblicke

(ine) Ergänzend zur bereits formulierten Kritik an der "Berliner Erklärung" zur 30-Prozent-Quote in Aufsichtsräten haben Anna Conrads, Nina Eumann, Katharina Schwabedissen und Melanie Stitz Argumente und Ausblicke zur Kontroverse in der LINKEN formuliert. Diese wurden gemeinsam mit der kritischen Stellungnahme am 21.1.2012 als Position des Landesvorstands beschlossen:

"Nun ist aus unserer Sicht an der Zeit, die Vorstellungen eines „humanen Kapitalismus“ in Frauenhand deutlich zurückzuweisen und stattdessen linke feministische Forderungen von Wirtschaftsdemokratie in diesem Gelegenheitsfenster zu thematisieren. Das bedeutet, diese Frauen, die wir meinen, sicht- und hörbar zu machen: Uns mit ihnen in ihren Kämpfen um Lohngerechtigkeit, gegen Altersarmut, für Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen, für eine Verfügung über ihre eigenen Körper und ihre Lebenszeit zu solidarisieren.

Eine Möglichkeit dafür wäre, bei der Übergabe der Unterschriften der Berliner Erklärung an Kanzlerin Merkel eine phantasievolle Protestaktion, zB vor dem Reichstag zu organisieren, in der sich oben genannte Frauen selber zu Wort melden und ihre Forderungen verdeutlichen.

Außerdem sollte DIE LINKE das Zeitfenster nutzen um Vorschläge zu machen, die auch innerhalb der bestehenden Institutionen für Wirbel sorgen und geeignet sind, darüber hinausweisende Debatten zu entwickeln. Denkbar wäre zB ein Vorschlag, wie ihn die zapatistischen Frauen entwickelt haben: jeder Aufsichtsratsposten, jeder Posten in Vorständen muss von einem Mann und einer Frau geteilt werden! Die in der Regel recht üppigen Bezüge geben es alle mal her, durch zwei geteilt zu werden…)

Das könnte deutlich mehr durcheinanderwirbeln und mehr Machtverlust bestimmter ProfiteurInnen bedeuten, als eine 30% Frauenquote  in Aufsichtsräten."

Zum gesamten Beschluss des Landesvorstands...

Zur Debattenseite "LINKE Frauenpolitik"...

AUS PARTEI UND FRAKTION

Fortsetzung der Debatte zur Höhe der Mindestrente!

(Antwort K.Ossendorff auf die Replik vom Büro M.Birkwald)

(ko) In seiner Replik am 26.01.2012 auf meinen kritischen Artikel zur Höhe der Mindestrente im Linksletter vom 19.1.2012 schreibt Christian Brütt im Auftrag von Matthias Birkwald, dass meine Behauptungen dort falsch seien. Das sind sie mitnichten.

Das die Überschrift und die kritisierten Passagen etwas überspitzt sind,- geschenkt -, dass haben Artikel so an sich, damit sie für den/die Leser/in interessant sind. So ist es ja auch mit Reden im BT oder PMs für die Öffentlichkeit.

Das ich keine wissenschaftliche Mitarbeiterin bin sei mir bitte verziehen, gleichwohl bleiben die Fakten, die in meinem Artikel beschrieben sind, bestehen.... (mehr)

Vorbereitungstreffen für Krisenproteste sieht Schwerpunkt im Mai


(nb) Das Vorbereitungstreffen der Krisenproteste am Sonntag in Frankfurt war weit über die Erwartungen hinaus besucht. Etwa 200 - 250 Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Spektren der gesellschaftlichen Linken diskutierten über mögliche gemeinsame Mobilisierungsschwerpunkte insbesondere im Mai dieses Jahres. Den größten Anteil an Aktivistinnen und Aktivisten stellte die Occupy-Bewegung, was auch Ausdruck der größten gesellschaftlichen Dynamik dieser Gruppe ist. Weitere größere Blöcke stellten attac, IL, Linke und ver.di-Aktive. Die kontroverseste Diskussion gab es über den Ablauf der Proteste im Mai. Konsensual konnte ein dezentraler Protesttag am 12. Mai beschlossen werden. Wie dieser ablaufen soll, blieb aber offen und wird wohl in erster Linie auf lokaler Ebene diskutiert werden müssen. Strittig war das Datum einer zentralen Protestaktonsreihe in der zweiten Maihälfte. In der Diskussion waren sowohl eine Blockade der EZB am Brückentag des Himmelfahrtswochenendes und eine Großdemo am darauffolgenden Tag als auch eine Großdemo am Pfingstmontag und eine Blockade der Jahreshauptversammlung der deutschen Bank drei Tage danach. Eine endgültige Entscheidung wird allerdings erst auf einer Aktionskonferenz am 25. und 26. Februar in Frankfurt fallen. Hier ein Bericht des ND.

Veranstaltung "Prekäre Beschäftigung in NRW" der LAG betrieb & gewerkschaft

(nb) Die LAG betrieb & gewerkschaft wird am 11. Februar mit Beschäftigten, Wissenschaftlern, Gewerkschaftern sowie Bundestags- und Landtagsabgeordneten diskutieren, welche Aktivitäten im vergangen Jahr für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Menschen gelaufen sind und wie im kommenden Jahr gemeinsam der Widerstand gegen eine weitere „Prekarisierung“ der Arbeitswelt noch verstärkt werden kann. Die Verbesserung des Landespersonalvertretungsgesetzes, die (Wieder-)Einführung eines Tariftreuegesetzes und anderer Initiativen sind auch durch die AG mit vollem Einsatz unterstützt worden. Über die Auswirkungen dieser Veränderungen in NRW wollen wir aktuell diskutieren. Hier gehts zum Flyer.

Mit dabei sind:

Gabriele Schmidt (Landesleiterin ver.di NRW)

Dr. Reinhard Bispinck (Tarifexperte WSI in der Hans-Böckler-Stiftung)

Wolfgang Zimmermann (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Landtag NRW)

Jutta Krellmann (Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKSFRAKTION im Bundestag)

Stephie Karger & Holger Vermeer (Sprecherin und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft 'betrieb & gewerkschaft' NRW)

AUS DEM LANDTAG

Auf dem Weg zur sozial gerechtes, inklusives Hochschule in NRW

– Promotionsrecht für Fachhochschulen
(Hilmar Schulz) DIE LINKE im Landtag NRW hat in zähen Verhandlungen mit SPD und Grünen erreicht, dass die Fachhochschulen in NRW endlich ein verbindliches Promotionsrecht erhalten. Bisher war es so, dass die Universitäten nach „Gutsherrenart“ über die Möglichkeiten für FH-Absolvent/-innen zur Promotion selbstherrlich entscheiden konnten.
Dies hat DIE LINKE nun geändert und die Universitäten durch eine Hochschulgesetzänderung verpflichtet, dies auf Augenhöhe mit den Fachhochschulen durchzuführen. Das bedeutet konkret, dass Masterabsolvent/-innen oder Menschen mit einem Fachhochschuldiplom von nun an auch an der Fachhochschule promovieren können. (>>>)


TERMINE

Anti-Atom-Aktionen in NRW

In den nächsten Wochen und Monaten finden drei große Anti-Atom-Aktionen in NRW statt, hier einige wichtige Hinweise für den Ablauf, die Organisation und die Mobilisierung für die Internationalen Urankonferenz am 4. Februar in Münster, den Autobahn-Aktionstag Ahaus-Duisburg-Jülich am 25. Februar sowie die Fukushima-Großdemo in Gronau am 11. März:

4. Februar: Urankonferenz Münster

160 Anmeldungen liegen vor für die Urankonferenz am Samstag und freuen uns schon sehr auf das Treffen. Wir wünschen uns viele neue Informationen, spannende Workshops, kreative Ideen und am Ende viel Schwung, um der Uranindustrie mehr Druck zu machen.
Infos zur Anreise, Programm und Materialien: www.urankonferenz2012.de

Last-Minute Anmeldungen und/oder Hilfsangebote (wir brauchen noch helfende Hände!!) bitte an: info@urankonferenz2012.de

25. Februar: Autobahn-Aktionstag
Die Atommülltransporte von Jülich und Duisburg nach Ahaus laufen also weiter - und nur wachsame AtomkraftgegnerInnen bringen sie ans Tageslicht. Damit der Wahnsinn nun ganz aufhört und auch die Westcastoren definitiv abgesagt wird, bleibt es beim Autobahn-Aktionstag. Außerdem drohen uns ja leider noch die Plutonium-MOX-Brennelemente, die mit 3 LKW bis Ende März von Sellafield via Belgien über die NRW-Autobahnen zum AKW Grohnde rollen sollen.
Wir haben schon von einigen coolen Aktionsideen gehört und freuen uns sehr, dass auch in Ostwestfalen-Lippe nun zu Aktionen kommen wird: 25. Februar: Autobahn-Aktionstag

11. März: Fukushima-Großdemo Gronau
Die Vorbereitungen für die Fukushima-Großdemo am 11. März in Gronau laufen auf Hochtouren. Beginn ist um 13 Uhr am Bahnhof, die Abschlusskundgebung beginnt um 16.30 Uhr an der UAA Gronau.

Bereits jetzt unterstützen rund 40 Initiativen und Verbänden den Aufruf zur Demo. Wenn ihr selbst auch den Demo-Aufruf als Initiative, Verband oder Einzelperson unterstützen möchtet, schreibt bitte an Udo Buchholz vom AKU Gronau: uaanee@web.de

Den Demo-Aufruf und die aktuelle UnterstützerInnenliste findet ihr auch auf der Demo-Webseite:
11. März 2012: Großdemo an der Urananreicherungsanlage in Gronau


Wir überzeugen uns selbst davon, ob der Naziaufmarsch Geschichte ist!

(Azad Tarhan/gl) In der vergangenen Tagen mehrten sich die Gerüchte darüber, dass der alljährliche Naziaufmarsch in Dresden Geschichte sei und 2012 kaum noch Nazis am 18. Februar in der Stadt zu erwarten wären. Als LINKE. NRW lassen wir uns davon nicht beirren und sind ebenso wie das Bündnis „Dresden Nazifrei / NRW“ der Meinung: „Die Nazis sind zwar durch unsere erfolgreichen Blockaden der beiden letzten Jahre nervös, jedoch nicht handlungsunfähig. Für uns steht daher außer Frage: Wir sind am 18. Februar in Dresden, um sie ein drittes Mal zu blockieren. Alles andere wäre ein Zugeständnis an die Nazis.“ Kartenverkaufstellen für Busse der LINKEN, die aus Aachen, Köln, Bielefeld, Duisburg, Bochum, Dortmund und Bielefeld fahren, werden ständig aktualisiert und können unter der Homepage des Bündnis abgerufen werden. Die Tickets kosten 15/20/25 €. (>>>)

Gründungstreffen der LAG Antifa 1. März

(Azad Tarhan/gl) Liebe AntifaschistInnen, Antifaschismus geht uns alle an, ob in der Kneipe nebenan, in unserem Kreisverband oder auf der Straße. Der Nährboden für Rassismus und Faschismus findet sich in der Mitte der Gesellschaft und nicht an deren vermeintlich „extremen“ Rändern. Aufklärung über Nazis von gestern oder heute und ihre Bedeutung für den neoliberalen Staat ist absolut notwendig – sowohl innerhalb, als auch außerhalb unserer Partei.

Für eine landesweite antifaschistische Arbeit brauchen wir wieder eine gemeinsame Koordination. Anfang März 2012 werden wir daher die LAG Antifa neu gründen und laden euch hierzu herzlich ein am 1. März 2012 19 Uhr Kortumstraße 106 in 44787 Bochum! Den Kreisverbänden und Interessierten geht noch eine ausführliche Einladung zu. Bei Rückfragen meldet euch gerne unter azad.tarhan@dielinke-nrw.de oder landesgruppe@dielinke-nrw.de.


BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN.....
Derzeitige angebotene Fahrten der MdB's NRW mit freien Plätzen findet ihr hier: DIE LINKE. im Bundestag - Landesgruppe NRW
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Hier geht es zur Terminseite der LINKEN in Nordrhein-Westfalen mit Terminübersicht (inkl. der LV Gremien) für das Jahr 2012 zum Download
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Die Termine des kommunalpolitischen forums nrw

Jetzt Aktuell, die Termine für das erste Halbjahr 2012
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Infos, Aktionen, Neuigkeiten, Friedenspolitische Termine in NRW -  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) NRW im Internet:  

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und hier findet ihr die Veranstaltungshinweise der ROSA LUXEMBURG STIFTUNG

Veranstaltungen u. Termine bitte an: hans-werner.elbracht@dielinke-nrw.de

 

Impressum

Diese Information erhält Du entweder als Mitglied DIE LINKE. NRW, oder weil die E-Mailadresse in unsere Mailingliste eingetragen wurde. (Ab)bestellt werden kann der LINKSLETTER hier.

Redaktion: Nils Böhlke (nb), Darius Dunker (dkd), Gabi Lenkenhoff (gle), Irina Neszeri (ine)

linksletter(at)dielinke-nrw.de

V.i.S.d.P.: Sascha H. Wagner
Landesgeschäftsstelle DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen
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