Sonder-LINKSLETTER zum Castortransport vom 22.11.2011

Liebe Linksletter-LeserInnen,

Atomausstieg bleibt Handarbeit! Castorproteste sind legitim!

Am kommenden Wochenende ist im Wendland nicht nur der 1. Advent, sondern auch der Tag X. Erneut werden 11 hochradioaktive Castoren aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague quer durch Frankreich und die Bundesrepublik rollen. Zwei Drittel der Bevölkerung lehnen den Transport von Castoren ab – einmal mehr ignorieren die Regierenden die Forderung der Mehrheit in diesem Land. Die LINKE. NRW ist dabei, wenn es am Tag X heißt: Castoren? Blockieren! Schottern! Stoppen!

Die Delegierten des Landesparteitag DIE LINKE.NRW  haben im Leitantrag festgestellt:
"Die Bundesregierung hat den Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Auch wenn dieser „Ausstieg“ einmal mehr nur halbherzig ist, auch wenn er mit den üblichen Zugeständnissen an die Stromkonzerne verbunden ist, auch wenn er statt auf Atom- auf die klimazerstörenden Kohlekraftwerke setzt – so ist er doch vor allem das Ergebnis von vierzig Jahren Massenprotesten. DIE LINKE. NRW hat diese Proteste, auch die angeblich radikaleren wie „Castor? Schottern!“ immer unterstützt.
SPD und Teile der Grünen haben sich seit Jahren von der Anti-AKW-Bewegung entfernt. Nun betreiben sie Mythenbildung und feiern sich als Speerspitze der Bewegung. In NRW könnten SPD und Grüne beweisen, wie ernst es ihnen mit dem Atomausstieg ist. Doch die Atomanlagen in Ahaus, Gronau und Duisburg bleiben unangetastet, die Urananreicherungsanlage in Gronau wird weiter ausgebaut. Ausstieg sieht anders aus! DIE LINKE. NRW fordert die Landesregierung auf, den anstehenden Transporten des Castors im November die Durchfahrt durch NRW zu untersagen, keine PolizistInnen aus NRW ins Wendland zu schicken und sich an den Protesten und Blockaden zu beteiligen."


DIE LINKE. NRW fordert weiterhin die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Jede Tonne Atommüll wird Millionen von Jahren strahlen. Es gibt weltweit keine sichere Endlagerung und es wird niemals eine sichere Lagerung von Atommüll geben, der Millionen von Jahren strahlen wird. Eine Energiewende ist nötig und möglich und sie wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie nicht den Interessen der Energiekonzerne untergeordnet wird. Die Energieversorgung gehört in die öffentliche Hand – dezentral und demokratisch kontrolliert. Wir nehmen die Landesverfassung von NRW ernst, in der es heißt: „Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden.“

Der Proteste im Wendland ist bunt und vielfältig. DIE LINKE. NRW ruft alle Genossinnen und Genossen auf, sich an den Protesten zu beteiligen – in NRW, im Wendland oder bei der Südblockade. Jedes Atomkraftwerk, das jetzt noch läuft, wird weitere Tonnen an Atommüll produzieren.


Polizei will Castor stoppen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Landesregierung Niedersachsen auf, den Castor-Transport von Frankreich nach Gorleben zu stoppen. Sie befürchtet, dass die Polizeibeamten einer höheren Strahlendosis ausgesetzt sind, als bisher angenommen. (>>>)

CASTOR 2011 - Proteste u. Aktionen

Großdemo am 26. November in Dannenberg

Unter dem Motto „Gorleben soll leben – Stop Castor“ rufen 185 Organisationen und Initiativen zu einer Großdemonstration am 26. November in Dannenberg auf. Anlässlich des 13. Castor-Transports nach Gorleben werden Zehntausende für das endgültige Aus des Endlagerprojekts im Wendland demonstrieren.
Organisiert wird die Großdemonstration von einem Bündnis lokaler und bundesweiter Initiativen und Verbände. „Die Demonstration ist angemeldet und wird ein großes Protest-Fest für die ganze Familie“, so Wolfgang Ehmke von der BI Lüchow-Dannenberg.“ (>>>)

Camps: Entlang der Schienen- und Straßentransport- strecken werden Info- und Camps eingerichtet, die als Übernachtungsstätte für Widerständler dienen.
Hier erhaltet Ihr auch 24 Stunden am Tag nicht nur nette Gespräche mit Gleichgesinnten, sondern darüber hinaus warmes Essen und Getränke sowie aktuelle Infos. (>>>)


Castor? Schottern!

1. Transporttermin 2011: Wenn er kommt sind wir schon da!
Damit wir ausreichend Zeit haben, uns vorzubereiten, öffnen die Camps am Mittwoch - spätestens Donnerstag solltet ihr vor Ort sein. Wir sehen uns im Wendland!

Aktuelle Infos zum Transporttermin: Castor fährt bereits am Mittwoch los

2. Campverbote: Immer auf dem Laufenden bleiben!
Wer zum Protest oder Widerstand ins Wendland reist muss irgendwo essen, schlafen, ausruhen. Doch das will das Landratsamt Lüneburg offenbar nicht zulassen - und hat das Camp Dumstorf verboten. Die Anmelderin hat dagegen Klage eingereicht - denn von der Allgemeinverfügung ist der Ort nicht mehr
betroffen, und das Demonstrationsrecht ist ein verfassungsrechtlich garantiertes Grundrecht. Falls ihr zum Schlafen nach Dumstorf kommen wolltet, informiert euch rechtzeitig im Internet, ob das Camp stattfindet und was alternative Camporte sind.

>Zu den Castor-Camps mit Kontaktdaten und aktuellen Infos<
Und damit Du trotzdem mitbekommst, was gerade rund um den Castor passiert, kannst Du den Castor-Ticker verfolgen und mitfiebern. Geht übrigens per Smartphone auch von unterwegs...

Ab Donnerstag den Castor-Ticker verfolgen.

3. Solierklärung: Wer nicht kommt, unterschreibt!
Es ist Castor, aber Du musst auf Deine Kinder aufpassen? Im Wendland wird geschottert, aber Du musst arbeiten und kannst nicht kommen? Der Atommüll ist unterwegs, aber Du liegst mit Grippe im Bett? - Dann erkläre Dich solidarisch und überzeuge noch mindestens fünf weitere Menschen, die Schotter_innen moralisch zu unterstützen.

Hier die "Castor? Schottern!"-Solierklärung unterschreiben.

4. Schotter für Schottern: Helft mit!
Es ist nicht mehr viel Zeit, bis der Castor rollt - und wir haben noch nicht alle Kosten der Kampagne decken können. Für die Druckerei, für Fahrt- und Transportkosten. Wir freuen uns, wenn Du einen Beitrag zur Kampagne leisten kannst. Jede Spende hilft weiter!

Castor Schottern
Konto: 1120074500
BLZ: 43060967 (GLS Bank)


Castor 2011- X-tausendmal quer: Sitzblockade gegen Castor und Atomkraft

Und nochmal die Warnung: Bei all den derzeitigen Castor-Überraschungen müssen wir zumindest die Möglichkeit im Auge behalten, dass der Castor-Zug am Donnerstag über Saarbrücken, Trier und Koblenz durch NRW Richtung Wendland rollen könnte. Wahrscheinlich ist dies nicht, aber Vorsicht ist besser.

Bitte achtet deshalb vor allem am Donnerstag auf Castor-News, damit der Atomzug nirgendwo eine "leichte" Alternativstrecke findet.

1. Haltet euch in den kommenden Tagen regelmäßig auf dem Laufenden über die Castor-News: www.gorleben-castor.de. Über www.sofa-ms.de werden ebenfalls die wichtigsten News verbreitet und dort könnt ihr euch auch für Rundmails eintragen.

Südblockade 2011 - Castor stoppen!

Egal wo er lang fährt – wir sind schon da!
Südblockade 2011 – Berg/Pfalz

Im November soll der angeblich letzte Castor-Transport aus La Hague nach Gorleben rollen. Wir werden mit großen, gemeinsamen Gleisbesetzungen den Castor stoppen.

Nicht erst in Gorleben, sondern schon hier im Süden!
 

Flyer zum kopieren

DIE LINKE. NRW: Castortransporte jetzt stoppen! Atomausstieg jetzt!

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Bus-Mobilisierung aus NRW für die Demo in Dannenberg läuft auf Hochtouren!

Aus vielen Städten in NRW werden am Sa. 26.11.2011 werden Busse starten.

Reserviert euch schnell noch Tickets für die Fahrt zur Großdemo und kommt mit!

Castor 2010 war erfolgreich!

Dorothée Menzner auf YouTube; DIE LINKE: Castor-Proteste sind eine Sternstunde der Demokratie

"Seit über 30 Jahren wehrt sich das Volk-nicht nur im Wendland-verzweifelt gegen das Gift! Wie das mit Rechtsstaat und Demokratie zusammen passen soll,versteht weder Kind,noch Greis!"

Stopp Castor - Stopp Atomkraft: Rückblick auf die Castor-Proteste 2010 bei ausgestrahlt.de

Kein Atommülltourismus in NRW

Jülich-Ahaus Castoren Stoppen!

Castoren rollen nicht nur nach Gorleben. 2012 sollen 152 Castor-Behälter mit LKW vom Atom-Forschungszentrum Jülich (bei Aachen) ins Atommülllager Ahaus (Münsterland) gebracht werden.
Wie schon 2005 von Dresden sollen diese Castortransporte über die Autobahnen führen. Bis zu 76 Einzeltransporte sind geplant!

Flyer; Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen: KEIN ATOMMÜLLTOURISMUS

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Redaktion: Nils Böhlke (nb), Darius Dunker (dkd), Gabi Lenkenhoff (gle), Irina Neszeri (ine)

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