12. Dezember 2011 Linksjugend-('solid) nrw

Abschiebungen über den Flughafen Düsseldorf

Düsseldorf: Protest gegen Abschiebungen

Düsseldorf: Protest gegen Abschiebungen

Kurz vor Weihnachten ist die Landesregierung unter SPD und GRUNEN wieder dabei, Menschen in den Kosovo abzuschieben. Bereits zum siebten Mal sollten Menschen – vor allem Alleinerziehende Mütter und Ihre Kinder – über den Flughafen Düsseldorf " abgeschoben" werden. Der NRW-Innenminister , Ralf Jäger (SPD) wird inzwischen von den Flüchtlingen und Ihren UnterstützerInnen " Abschiebeminister" genannt. Dazu Serdar Agit Boztemur, Geschäftsführer von Linksjugend (‘solid) nrw:

„Die Demonstranten sind zum sechsten Mal am Flughafen gewesen um gegen die menschenverachtende Politik der Herrschenden zu protestieren, die in den Menschen nur einen Wert sehen, von denen profitiert wird. Die kapitalistische Verwertungslogik kommt anhand dieser Flüchtlingspolitik, so gut wie fast nirgendwo zum Vorschein.

Dieses Mal protestierten150 AntirassistInnen und AntifaschistInnen am Flughafen im Terminal und forderten das Bleiberecht für alle.   

Die Demos in deutschen Flughäfen gehen weiter. Wichtig ist, noch stärker und lauter zu werden. Menschen, die durch Fluggesellschaften wie “Air Berlin“ oder die “Lufthansa“ abgeschoben werden, sind Menschen, die auf unsere Solidarität angewiesen sind. Denn Solidarität ist unsere stärkste Waffe gegen diese Ungerechtigkeit! Ohne lautstarken Protest an Flughäfen und in Parlamenten würde niemand mitbekommen, wie menschenverachtend die Bundesregierung und die Landesregierung mit den Flüchtlingen umgeht.

Unser Protest im Flughafen Düsseldorf und der Druck, durch die Linksfraktion im Landtag haben diesmal bewirkt, dass der "Abschiebeminister" Herr Jäger, die Deportation zunächst gestoppt hat.

Dieser Erfolg konnte vor allem Dank der vielen Genossinnen und Genossen sowie den Freundinnen und Freunden die früh am Morgen zum Flughafen kamen und protestierten verzeichnet werden.

Kurz vor Weihnachten verkündet die Landesregierung aber, dass sie weiterhin Menschen „abschieben“ wird. Das heißt für uns:  Wir müssen lauter und stärker werden! 

Wir fordern daher,  ein sofortiges Bleiberecht für alle Flüchtlinge und ein Ende der grundgesetzwidrigen Residenzpflicht in allen Kommunen sowie die ständige Kriminalisierung der Flüchtlinge.

ARD hat über die Deportation berichtet u.a. über unsere Demonstration.

HIER DER LINK, ZUM ARD MORGENMAGAZIN: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/435054_morgenmagazin/8978762_moma-reporter-bleiberecht-und-abschiebung