10. Mai 2009 Linksjugend ['solid] - nrw

Auch 2009 hat gezeigt: Das Zentralabitur gehört abgeschafft!

Zum Verlauf des diesjährigen Zentralabiturs erklärt Fabian Bünnemann, schulpolitischer Sprecher der Linksjugend ['solid] - nrw:

"Nun also auch noch eine Merkel-Klausuraufgabe im Fach Sozialwissenschaften, die kurz vorher vom Staatssekretär ausgetauscht wurde - Das Zentralabitur wird seine Schwächen immer behalten", so Fabian Bünnemann. "Und das, wo die Landesregierung diesmal sogar die Aufgabenüberprüfung für die kleine Summe von 500.000 Euro outgesourct hatte."                  

"Ob nun Abituraufgaben einen Einfluss auf die individuelle Wahlentscheidung haben, ist eine Frage, die vielleicht in einer Sowi-Klausur im nächsten Abitur geklärt werden sollte. Trotzdem zeigt auch dieser Vorgang einmal mehr, wie anfällig das an sich schon nicht vergleichbare Zentralabitur auch für politische Einflussnahme ist", kritisiert Bünnemann und fordert die Abschaffung des Zentralabiturs: "Denn auch wenn es von der Landesregierung so propagiert wird: Allein durch die unterschiedliche Vorbereitung der SchülerInnen auf die Klausuren kann keine Vergleichbarkeit gegeben sein." So sei es doch sehr unwahrscheinlich, dass alle FachlehrerInnen die verpflichtenden Stoffgebiete auf dem gleichen Niveau mit den gleichen Aufgabentypen behandelt und geübt hätten.                      

Am Ende stelle sich immer wieder die Frage, wem das Ganze eigentlich nütze. "Die zentralen Abschlussprüfungen nützen den Interessen der Wirtschaft, die somit noch besser sieben kann. Auch wird durch die zentralen Abschlussprüfungen kritisches Denken nahezu komplett ausgeblendet. Für selbstbestimmtes Lernen ist somit kein Platz mehr", so Bünnemann abschließend.