Sylvia Gabelmann
Bewerbung um Platz 9 der Bundestagsliste NRW

Liebe Genossinnen und Genossen,

Gemeinsam kämpfen wir als DIE LINKE für eine Welt ohne Armut und ohne Krieg.

Für eine Welt, in der Respekt und das Wohlergehen aller Lebewesen sowie eine intakte Umwelt im Mittelpunkt stehen und nicht länger die Interessen und Profite von Banken und Konzernen. Wir arbeiten an einem Ende des Kapitalismus, weil wir eine friedliche und solidarische Gesellschaft wollen.

Leider sieht die Welt im Moment ganz anders aus: laut Global Peace Index gibt es nur zehn Länder auf der Erde, die vollkommen friedlich sind. Nur zehn Länder auf der Erde sind nicht in Kriege verwickelt und haben gleichzeitig keine Konflikte, die den Zusammenhalt der Gesellschaft bedrohen.

Das ist die Hauptursache für die sehr hohe Zahl an Geflüchteten: 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht – mehr als jemals nach dem Ende des zweiten Weltkrieges.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die extrem ungerechte Verteilung des Reichtums, die immer krasser wird und Ursache für viele gesellschaftliche Konflikte ist: acht Männer besitzen mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit.

Es ist an der Zeit, dass dem Klassenkampf von oben ein erfolgreicher Klassenkampf von unten entgegengesetzt wird!

Kriege und Ungerechtigkeit führen dazu, dass Menschenrechte zunehmend mit Füßen getreten werden.

Von all diesen Faktoren sind Frauen besonders betroffen, sei es durch Armut (nicht nur) im Alter oder durch sexualisierte Gewalt während kriegerischer Auseinandersetzungen.

Maßgeblich mitverantwortlich ist die deutsche Bundesregierung durch fortschreitende Militarisierung nach innen und außen, der Verarmungspolitik gegenüber dem europäischen Süden und der ungebrochen weiter betriebenen Umverteilung von unten nach oben im unserem Land.

Wer Armut produziert – durch Hartz IV, Leiharbeit und Rentenkürzungen - produziert gleichzeitig Angst vor Armut und bereitet den Boden für rechte Parteien wie die AfD. Das Anwachsen rechter und faschistischer Bewegungen und Parteien in Europa ist Besorgnis erregend.

Alle anderen (!) im Bundestag vertretenen Parteien tragen die beschriebene neoliberale Politik mit. Deshalb braucht es eine starke LINKE Bundestagsfraktion, die dem etwas entgegensetzen kann. Wir wollen die Gesellschaft grundlegend verändern, deshalb greifen wir die Eigentums- und Machtverhältnisse massiv an.

Das müssen wir innerhalb und außerhalb der Parlamente tun.

Im Sommer werden anlässlich des G 20-Gipfels große und kraftvolle internationale Proteste erwartet. Die Mächtigsten der Welt werden sich in Hamburg versammeln, um sich über eine Fortsetzung ihrer Politik des Sozialabbaus und der Militarisierung zu verständigen. In die Vorbereitung dieser Proteste bin ich ebenso eingebunden, wie auch in die Vorbereitung der Blockupy-Proteste der vergangenen Jahre.

Ich möchte meine Vernetzungen u.a. in der Friedens-, Umwelt-, Frauen- und Anti-Austeritätsbewegung nutzen, um die Zusammenarbeit zwischen parlamentarischer und außerparlamentarischer Ebene national und international aus dem Bundestag heraus zu verstärken.

Hierzu arbeite ich seit nunmehr über drei Jahren in der Kontaktstelle Soziale Bewegungen der Bundestagsfraktion mit.

Gerne würde ich meine Arbeit im Parlament – als Teil des politischen Tagesgeschäfts - so gestalten, dass ein reger Informationsaustausch und eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Parlament, Partei und Bewegungen gewährleistet ist.

Dafür bitte ich um eure Stimme.                                                      

Biographisches:

  • SYLVIA GABELMANN Jahrgang 1958, Apothekerin
  • politisiert durch die Frauen-Bewegung in den 70er Jahren, die Startbahn-West-Bewegung in Frankfurt am Main und die Solidaritätsbewegung mit dem britischen Bergarbeiter-Streik 1983/84
  • Seitdem aktiv in der außerparlamentarischen Linken und in sozialen Bewegungen
  • März 2008 Eintritt in Die Linke
  • November 2009 – Juli 2012 stv. Landessprecherin Die Linke NRW
  • Ich war kontinuierlich Landes-und Bundesparteitagsdelegierte, mehrfach Mitglied des Präsidiums von Landes- und Bundes-parteitagen und 2012 Bundeswahlfrau bei der Bundespräsidentenwahl   
  • 2011 – 2012 Mitarbeit in einem Untersuchungsausschuss im Landtag NRW
  • 2011 – 2014 Mitglied der Landschaftsversammlung Rheinland (Mandatsträgerin)
  • Oktober 2014 bis Oktober 2015 Mitglied des erweiterten Landesvorstands Die Linke Hessen
  • Seit Juni 2016 stv. Landessprecherin Die Linke NRW       
  • Bundessprecherin AG Frieden und Internationale Politik und Antikapitalistische Linke
  • Delegierte für den Kongress der Europäischen Linken 2016
  • Aktuell bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin bei MdB Alexander Neu (Verteidigungsausschuss) mit einer halben Stelle
  • Mitglied im Betriebsrat der Mitarbeiter*innen der MdBs

Mitgliedschaften:

  • verdi, Naturfreunde,
  • Coordination gegen Bayer Gefahren,
  • campact, RLS NRW                                                                       

„Es gab eine Zeit
vor dem Kapitalismus
und es wird eine Zeit
nach dem Kapitalismus geben.“


Die Bewerbung als PDF

Schreibe eine Mitteilung an Sylvia Gabelmann:

2. März 2017, 19:11 UhrSylvia Gabelmann

Liebe Genossinnen und Genossen von betrieb&gewerkschaft,
Ich freue mich sehr über eure Frage.
Ich bin selbst Betriebsrätin für die MitarbeiterInnen der MdBs und kämpfe entschlossen und mit Begeisterung dafür, dass alle MdBs der Linksfraktion der Abgeordnetengemeinschaft beitreten bzw eine verbindliche Regelung dafür geschaffen wird. Es kann doch nicht sein, dass wir Mitbestimmung in Betrieben stärken wollen und uns selbst nicht daran halten! Als ich zuerst davon hörte, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Abgeordneten Mitglied der Abgeordnetengemeinschaft sind, wollte ich es nicht glauben!
Während einer Fraktionssitzung haben wir einmal unsere Forderung nach einem Betriebsrat für alle MitarbeiterInnen formuliert und dabei zusammen mit KollegInnen Schilder aus der "Das muss drin sein"-Kampagne hochgehalten. Die Reaktionen waren sehenswert!
Selbstverständlich würde ich mich auch als Abgeordnete massiv für eine verbindliche Regelung für alle für eine Mitbestimmung nach dem Betriebsverfassungsgesetz einsetzen - eine Sache, die ich für eine linke Partei eigentlich für selbstverständlich halte.
Solidarische Grüße
Sylvia

2. März 2017, 15:07 UhrLAG betrieb & gewerkschaft NRW

Liebe Sylvia, bist du bereit als MdB den PV-Beschluss vom 26.09.2015 umzusetzen: „Die Fraktionen und die Mandatsträger_innen auf Bundes- und Landesebene, sowie alle weiteren
Organisationseinheiten unserer Partei werden aufgefordert, verbindliche umfassende Voraussetzungen für eine betriebliche
Mitbestimmung gemäß BetrVG für alle Beschäftigten der Fraktionen und der Abgeordneten der LINKEN zu schaffen. Das heißt
insbesondere, für alle bei MdBs oder MdLs persönlich beschäftigte Mitarbeiter_innen büroübergreifende betriebliche Mitbestimmung zu
ermöglichen, so dass es für die Beschäftigten in wichtigen betrieblichen Angelegenheiten gleiche Bedingungen und Regelungen gibt.
Betriebsräte in den einzelnen Abgeordnetenbüros können dies nicht gewährleisten.“

28. Februar 2017, 12:18 UhrSylvia Gabelmann

Liebe Genossinnen und Genossen,
um etwaigen Fragen vorzugreifen:
Ich habe in meiner schriftlichen Bewerbung nicht erwähnt, dass ich Mitglied im KV Siegen-Wittgenstein bin, dort als Direktkandidatin gewählt wurde und ein einstimmiges Votum für die Kandidatur auf einem aussichtsreichen Listenplatz bekommen habe.
Solidarische Grüße
Sylvia

28. Februar 2017, 12:15 UhrSylvia Gabelmann

Liebe Lisas,
eure erste Frage ist für mich die Schwierigste: Ich kandidiere nicht für ein bestimmtes (fachpolitisches) Thema. Meine politischen Schwerpunkte sind Friedens-, Europa-, Umwelt-, Frauen- und Gesundheitspolitik.
Da es nicht absehbar ist, in welchen Ausschüssen ich arbeiten werde, sollte ich in den Bundestag einziehen, empfinde ich das eher als Vorteil.
In all diesen Themenfeldern ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, feministische Gesichtspunkte mitzudenken. Sei es in der antimilitaristischen Arbeit die sexualisierte Gewalt an Frauen, die inzwischen zur allgemeinen Taktik vieler kriegsführender Parteien gehört, die soziale Frage in der Europapolitik, weil Frauen durch die Verarmungspolitik der Troika besonders hart betroffen sind oder die besonderen Folgen durch Kürzungen im Gesundheitswesen, die bedeuten, dass vorwiegend Frauen notwendige Sorgearbeit unentgeldlich leisten.
Seit Beginn meiner Parteimitgliedschaft arbeite ich in der LAG LISA aktiv mit (lange Zeit als eine der LISA-Sprecherinnen) und es ist mir sehr daran gelegen, diese Zusammenarbeit auch weiter zu führen.
Insofern gehe ich von einem kontinuierlichen Austausch in der Zukunft aus, in dem wir uns in unserer Arbeit gegenseitig unterstützen und diese fruchtbar werden lassen.
Da eine meiner Stärken in der Vernetzungsarbeit liegt, werde ich die feministische Perspektive auch weiterhin in die Bewegungen tragen. So zum Beispiel im Rahmen der feministischen Intervention bei Blockupy oder den Protesten zum G20-Gipfel im Sommer in Hamburg.
Herzliche Grüße
Sylvia

25. Februar 2017, 22:34 UhrLAG LISA

LISA NRW "LINKE Sozialistische Arbeitsgemeinschaft" fragt:
Für welches Thema kandidierst Du?
Welche feministischen Perspektiven siehst Du darin?
Welche Unterstützung wünschst Du Dir von den Frauenstrukturen der Partei?
Welche Möglichkeit der Zusammenarbeit siehst Du?
Alle Antworten, die bis Donnerstag vorliegen, kommen mit in eine Auswertung beim Frauenplenum.
Solidarische Grüße LISA NRW

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