17. Oktober 2014 DIE LINKE. im KV Rhein-Sieg

Refugees welcome im Rhein-Sieg-Kreis

"Refugees welcome" Parole vom Marktplatz Siegburg

"Refugees welcome" Parole vom Marktplatz Siegburg

Viele Kommunen in NRW haben große Schwierigkeiten die steigende Zahl an Flüchtlingen unterzubringen. Andererseits gibt es gerade im östlichen Rhein-Sieg-Kreis sinkende Bevölkerungszahlen, die es zukünftig schwer machen werden, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten. DIE LINKE Rhein-Sieg fordert daher, die bevorzugte Aufnahme von Flüchtlingen in den Kommunen des östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Dazu Dr. Alexander Neu, MdB:

"Wichtig ist es dabei, schnellstens die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Wohnraum ist vorhanden, die betroffenen Kommunen verfügen aber nicht über die notwendigen finanziellen Mittel. Diese hat der Bund bereit zu stellen.

Auch das diskriminierende Arbeitsverbot für Flüchtlinge ist nicht länger haltbar. Wenn (oftmals jungen) Menschen keine Perspektive geboten, ja arbeiten sogar verboten, wird, schafft man eine Atmosphäre die Kriminalität gedeihen lässt."

Frank Kemper, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Rat der Gemeinde Ruppichteroth ergänzt: "Bei uns stehen viele Häuser leer, wäre die Kommune entsprechend ausgestattet, könnte sie diese anmieten und die Menschen dort unterbringen. Statt Lagerlösungen in den Großstädten wäre hier also eine menschenwürdige Unterbringung möglich.

Aber auch die Alteingesessenen würden profitieren, zum Beispiel von weniger Leerstand und der Stabilisierung der Immobilienpreise, einer höheren Kaufkraft in der Region, einer besseren Auslastung der Infrastruktur, höheren Schülerzahlen, und damit auch von der Sicherung der Schulstandorte."