Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

MdEP, Özlem Alev Demirel

Veranstaltungsankündigung - „Mit dem Leid der Geflüchteten wird Kasse gemacht“

Die LINKE-Europaabgeordnete Özlem Alev Demirel lädt am kommenden Donnerstag (23.9.) zur Online-Veranstaltung ein. Mit den beiden Referierenden Jacqueline Andres und Matthias Monroy werden die Profiteure der Festung Europa ins Visier genommen.

„Mit dem Leid der Geflüchteten wird Kasse gemacht“, sagt Özlem Alev Demirel, die im EU-Parlament stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung ist. Dabei verdiene die Rüstungsindustrie gleich doppelt, so Demirel: „Es sind Waffen Made in EU, die in Konflikten in aller Welt Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Und es ist dieselbe Branche, die dann mit der Abschottung der EU wieder Milliarden verdiene und Jahr für Jahr mehr Geld von der Europäischen Kommission erhält“, kritisiert Demirel.

Die beiden Referierenden Jacqueline Andres und Matthias Monroy sind profunde Kenner*innen der Materie. Andres hat vor wenigen Tagen eine Studie unter dem Titel „EU-Grenzregime: Profiteure der Entmenschlichung und mythologisierten Technologien“ fertig gestellt. „Mittlerweile findet die Grenzüberwachung durch die voranschreitende Biometrisierung und Digitalisierung nicht nur entlang der Staatsgrenzen statt, sondern vor den EU-Außengrenzen und innerhalb der EU selbst“, sagt Andres.

Monroy ist Autor der Studie „Grenzdrohnen – unbemannte Überwachung der Festung Europa“ und kritisiert die Militarisierung der EU-Abschottung: „Weil unbemannte Flüge über Land umständliche Genehmigungsverfahren erfordern, sind die weniger regulierten Meere ein beliebtes Testgebiet für Drohnenprojekte. Eine derart militarisierte Luftüberwachung sorgt für neue Menschenrechtsverletzungen im Mittelmeer“, so Monroy. Beide Studien wurden von Özlem Alev Demirel herausgegeben und sind unter www.oezlem-alev-demirel.de/material abrufbar. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr bei Zoom. Pressevertreter*innen sind herzlich eingeladen.