Für uns bleibt es beim „Nein“ zu Olympia an der Ruhr!
Gerade hier wird von Förderung des Breitensports nicht viel zu spüren sein
Für Die Linke im Regionalverband Ruhr (RVR) bleibt es beim „Nein“ zu den Ratsbürgerentscheiden zu Olympia, die noch bis kommenden Sonntag laufen. Daran ändern auch die Umfrageergebnisse nichts.
Wolfgang Freye, Ko-Vorsitzender der Fraktion Die Linke im RVR dazu: „Die Landesregierung hat in den letzten Wochen viel Geld für eine Werbekampagne für die Olympischen Spiele in die Hand genommen. Ein Konzept, das wirklich trägt, hat sie jedoch bis heute nicht vorgelegt. Es gibt keine Aussagen, wie z.B. die maroden Brücken oder der Öffentliche Nahverkehr verbessert werden sollen, der für den Transport der Besucher*innen nötig ist und nicht ausreicht. Statt diese Aufgaben anzugehen, setzt die Landesregierung auf eine kurzfristige Eventpolitik, deren Kosten nicht kalkulierbar sind und von der nur das IOC sicher profitieren wird.“
Auch die Aussage von Ministerpräsident Hendrik Wüst, die Spiele in NRW würden die „nachhaltigsten“ in der Geschichte von Olympia, können so nicht nachvollzogen werden. Der Ökonom Alexander Budzier hat kritisiert, dass ein Umbau des Schalke-Stadions in Gelsenkirchen zur Schwimmarena allein 100 Mio. Euro kosten wird. Dieser Umbau wird nur für die wenigen Wochen der Spiele gebraucht, danach muss das Becken wieder zurückgebaut werden, falls Schalke nicht zukünftig Wasserball spielen will.
„Der Breitensport wird von solchen Investitionen gar nicht profitieren,“ so Wolfgang Freye weiter. „Er hätte bestenfalls etwas von Investitionen in die Trainingsstätten, die für die Sportler*innen gebraucht werden. Gerade im Ruhrgebiet wird es höchstwahrscheinlich jedoch nur wenige Trainingsstätten geben. Bewerber wie München und Hamburg wenden jedenfalls die IOC-Regel an, dass die Trainingsstätten im Umkreis von 30 km vom Olympischen Dorf liegen sollen, in dem wiederum 70 % der Athleth*innen untergebracht werden sollen. Durch die Entscheidung, Köln zur Olympia-Lead-City zu machen und das Olympische Dorf dort anzusiedeln, würden die Ruhrgebietsstädte weitgehend leer ausgehen. Die Linke sagt deshalb Ja zum Sport – und hier muss dringend mehr passieren – aber Nein zu Olympia!“

