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Das Foto zur Pressemitteilung der Linken NRW zur Situation der Gesundheitsämter zeigt einen Mund-Nasenschutz, ein Stetoskop, eine Spritze und mehrere Ampullen zur Blutabnahme

Die LINKE NRW

NRW-Gesundheitsämter müssen systematisch auf Covid-19 testen

Gesundheitsbehörden aus zwölf NRW-Kommunen haben beim Land Unterstützungsbedarf für die Bewältigung der Nachverfolgung von Kontaktpersonen von an Covid-19 erkrankten Menschen erbeten. „Es hört sich zunächst nach einer guten Nachricht an, wenn nur ein Fünftel der NRW-Gesundheitsämter nicht über ausreichend Personal zur Nachverfolgung von Corona-Kontaktpersonen verfügt. Sollte NRW nun aber den Empfehlungen des Bundes-Gesundheitsministeriums folgen, endlich auch enge Kontaktpersonen ohne Symptome testen zu lassen, wird sich dies ganz schnell ändern. Dann braucht es mehr als die bisher 600 von außen angeworbenen Mitarbeiter*innen“, erklärt Sascha H. Wagner gesundheitspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW.

„Doch trotz Personalaufstockung kann in NRW derzeit nicht schnell genug auf das Virus getestet werden: Bürger*innen, die Kontakt zu Covid-19-Patient*innen hatten, warten in ihren Kommunen mehrere Tage auf die Möglichkeit, auf das Virus getestet zu werden. In dieser Zeit müssen sie sich dann – zum Teil vollkommen unnötig – in Quarantäne begeben. Währenddessen werden Fußball-Spieler der 1. und 2. Bundesliga nahezu täglich getestet, nur weil sich die Profivereine in eine Abhängigkeit von TV-Einnahmen manövriert haben und ihre Athleten deshalb nun auf Gedeih und Verderb spielen müssen. Da muss man sich über eine sinkende Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung nicht wundern“, meint Wagner.

„Wie der WDR berichtet, wurden zuletzt 382.000 Sars-CoV2-Tests in Deutschland pro Woche durchgeführt. Möglich sind laut Robert-Koch-Institut aber mehr als eine Million Tests pro Woche. Warum das nicht getan wird, liegt mal wieder am Geld: Denn noch ist unklar, wer flächendeckende Tests überhaupt bezahlen soll. Die Landesregierung von NRW muss, wie die Baden-Württembergs es bereits zugesagt hat, die entsprechenden Kosten übernehmen“, fordert Sascha H. Wagner.