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Ingrid Jost, Lavo

Senior_innenpolitik

Für keine andere Gruppe ist das Coronavirus so gefährlich wie für ältere und vorerkrankte Personen – besonders auch diejenigen die in Senioren- und Pflegeheimen leben. Etwa 15 Prozent aller an Covid-19 erkrankten Menschen, die älter als 80 sind, sterben nach jetzigem Kenntnisstand an der Lungenkrankheit.

Nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sind in Nordrhein-Westfalen bislang 79 Bewohner von Pflege- und Seniorenheimen an Covid-19 gestorben, die Zahl der Corona-Infizierten in Pflegeheimen liegt aktuell bei mindestens 316. In mindestens 53 Einrichtungen grassiert das Virus zurzeit.
Allein in zwei Kölner Einrichtungen sind inzwischen zehn Bewohner an Covid-19 gestorben, 28 weitere wurden positiv getestet. Auch insgesamt 25 Mitarbeiter in den Häusern sind nachweislich infiziert. In einem Seniorenheim in Hamm haben sich bislang 18 Bewohner und elf Pflegekräfte infiziert. Zuletzt wurde die Bewohnerin eines Seniorenzentrums in Gladbeck positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.
In Euskirchen haben sich zudem 39 von 298 Bewohnern sowie sieben Betreuer eines Flüchtlingsheims mit dem Virus infiziert. In Bielefeld wurden sieben Bewohner und zwei Mitarbeiter eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung positiv getestet.
In Duisburg sind mittlerweile (Stand 17.4.20) 44 Menschen eines Awocura-Seniorenheims erkrankt, 19 davon sind Mitarbeiter, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Weitere Bewohner zeigen Symptome und es musste weiteres Fachpersonal beim medizinischen Dienst der Pflegekassen angefordert werden.
•    Mehr Personal-Erhöhung der Personaluntergrenzen und Konsequenzen bei der Unterschreitung
•    Beträchtliche Tariferhöhung und während der Krise 500 € monatlich
•    Die Lage in den Alten- und Pflegeheimen und bei der ambulanten Pflege ist dramatisch. Es mangelt an Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln. Auch bei Sanitätern ist das Material knapp und es muss umgehend Abhilfe geschaffen werden.
•    Für viele ältere aber auch für alleinlebende  Menschen ist die Einsamkeit in der jetzigen Situation ein sehr großes Problem. Das beeinträchtigt nicht nur die Psyche unverhältnismäßig, es kann auch Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Es sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um der Isolation entgegenzuwirken.
•    Die Linke lehnt den Vorschlag des IW vom 15.04.20 entschieden ab, die kommende Rentenerhöhung wegen der Corona-Krise zu halbieren. Während die Beamtenpensionen bereits automatisch erhöht worden sind, soll jetzt bei den Rentnerinnen und Rentner gespart werde, obwohl die Durchschnittsrente von Frauen lediglich 647 € und die von Männern 1.130 € in den alten Bundesländern beträgt (Stand 2019).