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Die LINKE NRW

April-Arbeitsmarktbericht zeigt Massenarbeitslosigkeit in NRW auf Rekordniveau

Mit offiziell registrierten 718.033 erwerbslosen Menschen liegt die Erwerbslosigkeit um 90.703 über dem vergleichbaren Vorjahresmonat und somit seit vielen Jahren auf einem neuen Rekordniveau. Doch diese Zahl wird noch weit übertroffen von der Zahl der Menschen, die aufgrund der aktuellen Krise von Kurzarbeit betroffen sind. So haben allein 151.829 Betriebe für 2.153.521 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet, womit die Zahlen aus der Finanzmarktkrise 2008/09 weit in den Schatten gestellt werden.

„Doch bekanntlich wird die tatsächliche Erwerbslosigkeit von der offiziellen Statistik nur unzureichend erfasst. Legt man die sogenannte Unterbeschäftigung zugrunde, beträgt die Erwerbslosigkeit in NRW aktuell mindestens 936.485 Personen. Außerdem müssen wir realistischerweise davon ausgehen, dass die Erwerbslosigkeit Ende April bereits die Millionengrenze überschritten haben wird, da die veröffentlichten Zahlen bereits mit Stichtag 14. April erhoben worden sind,“ kommentiert der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik im Landesvorstand DIE LINKE NRW, Jürgen Aust, die aktuellen Zahlen.

„Diese Rekordzahlen werden die Arbeitsverwaltung und insbesondere auch die Jobcenter vor neue Herausforderungen stellen. Denn ein erheblicher Teil der in die Erwerbslosigkeit entlassenen Menschen wird gezwungen sein, Hartz IV zu beantragen, da die geringe Höhe des Kurzarbeit- oder Arbeitslosengeldes nicht reichen wird. Damit werden sie mit Armutsverhältnissen konfrontiert sein, die es nicht mehr erlauben, ihre bisherige Miete weiter zahlen zu können oder aber es platzen Kredite, die diese Menschen bisher aufgenommen haben, um ihren Lebensbedarf damit finanzieren zu können. Um diese Menschen vor dem Absturz zu bewahren, hat die herrschende Politik bisher kläglich versagt. Wie z.B. in den skandinavischen Ländern wäre auch die Bundesregierung mit Unterstützung der Länder finanziell ohne weiteres in der Lage, die Einkommensverhältnisse dieser Menschen für die Dauer der Krise zu 100% abzusichern. Doch die Unternehmerverbände sowie die ihren Interessen verpflichtete große Koalition setzt auch weiterhin auf eine Zweiklassengesellschaft, so dass die Besitz- und Machteliten mit Milliarden vollgestopft werden, während die unteren Schichten weitestgehend allein gelassen werden. Diese Politik braucht ein schnelle Kurskorrektur,“ erklärt Aust abschließend.