Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Das Foto zur Pressemitteilung der Linken in NRW zum Kohleausstieg zeigt ein Kohlekraftwerk

DIE LINKE NRW

Ein guter Tag für Kohle und Braunkohle, ein schlechter Tag für das Klima

Am Mittwoch (15. Januar 2020) haben sich Bundesregierung, Länder und Betreiber auf einen Fahrplan zum Kohleausstieg geeinigt. Die "gute" Nachricht: Hambi bleibt - also das, was noch von dem Wald übrig ist. Die schlechte Nachricht: Datteln IV geht ans Netz.

„Eine gute Nachricht ist das nicht, was die betroffenen Ministerpräsidenten am Donnerstag gemeinsam mit der Bundesregierung beschlossen haben. Anstatt, wie von der Kohlekommission vorgeschlagen, einem linearen Abschaltplan zu folgen, hat man die meisten Abschaltungen auf das Ende des Jahrzehnts oder auf das Enddatum 2038 verschoben. Die Hälfte aller Abschaltungen soll gar erst nach 2035 erfolgen. Das wird katastrophale Auswirkungen auf das deutsche CO2-Budget haben", kommentiert Hanno Raußendorf, Sprecher für Klima und Umwelt der Partei DIE LINKE NRW.

„Im Rheinischen Braunkohlerevier sollen bis 2022 nur 2,8 statt 3,1 GW (Vorschlag der Kohlekommission) vom Netz genommen werden. Wie die Differenz ausgeglichen werden soll ist noch nicht klar. Zusätzlich soll der Kohleausstieg damit begonnen werden, dass man das Skandalkraftwerk Datteln IV, mit über einem GW Leistung ans Netz nimmt. Selbst wenn dafür schlecht ausgelastete ältere Kohlekraftwerke mit Rentabilitätsproblemen abgeschaltet würden – was bislang noch in keiner Weise klar ist – steht Datteln IV einer stärkeren Verwendung des vergleichsweise umweltfreundlicheren Erdgas tendenziell im Weg. Ein guter Tag für Kohle und Braunkohle, ein schlechter Tag für das Klima", sagt Raußendorf abschließend.