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Das Foto zur Erklärung "Fleischindustrie - Arbeitskräfte besser schützen" zeigt aufgehängte Schweinehälften

DIE LINKE NRW

Fleischindustrie – Arbeitskräfte besser schützen

Während die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus in Deutschland zurückgeht, steigt die Zahl der Infektionen von Schlachthofmitarbeiter*innen von Tag zu Tag. Die Ursachen sind lange bekannt und werden von vielen seit Jahren angeprangert: miserable Arbeitsbedingungen, mangelnde Hygiene in oft überfüllten und heruntergekommenen Gemeinschaftsunterkünften und eine unzureichende medizinische Versorgung. Ein effektiver Infektionsschutz ist aber auch wegen zu geringer Abstände zwischen den Arbeiter*innen am Fließband und der Sammeltransporte unmöglich. Die Ausbeutung der Arbeiter*innen in den Schlachthöfen basiert auf dem System der Werkverträge. Und das Corona-Virus trifft nun ganz besonders die Arbeitsmigrant*innen in der Fleischindustrie.

Dazu erklärt Inge Höger, Landessprecherin der Linken in NRW. „ Die Corona-Pandemie offenbart schonungslos das desaströse ausbeuterische System der Fleischindustrie. Wir hoffen, dass die Beschäftigten nicht infiziert sind und fordern die sofortige Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Unterbringung in Einzelzimmern. Das unwürdige Werkvertragssystem gehört abgeschafft. Aber die Beschäftigten sind nicht die einzigen „Opfer“ der Fleischindustrie. Die Massentierhaltung verursacht hohe gesundheitsschädliche Nitratwerte und ist auch für die Verbreitung multiresistenter Keime mitverantwortlich. Diesen fallen allein in Deutschland jährlich 20.000 bis 30.000 Menschen zum Opfer. Es wird Zeit, dass sich diese unhaltbaren Zustände endlich ändern. Deshalb unterstützt die Linke den Aufruf zu Aktionen gegen die Fleischindustrie und einer Demonstration am Samstag, den 30. Mai um 11:30 Uhr vor dem Rathaus in Gütersloh.“

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ ruft nun zu bundesweiten Aktionstagen vom 28.-31. Mai auf. Am Samstag den 30. Mai findet u.a. eine Demonstration in Gütersloh statt: Beginn 11.30 Uhr vor dem Rathaus.