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Das Foto zur Pressemitteilung der Linken zum Loveparade-Prozess zeigt die Statue einer Justizia

Die LINKE NRW

Loveparade-Prozess: Ein Schlag ins Gesicht für Opfer und Angehörige

Der Loveparade-Prozess ist wohl einer der aufwendigsten Prozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte gewesen. Doch zu Ende ging er am heutigen Montag (4. Mai 2020) ohne Urteil. „Den Opfern und ihren Angehörigen ist heute keine Gerechtigkeit zuteil geworden. Es ist ein Schlag ins Gesicht für sie. In zehn Jahren war es scheinbar nicht möglich, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen", erklärt Inge Höger, Landesvorsitzende von DIE LINKE NRW.

"Ein von der LINKEN beantragter parlamentarischer Untersuchungsausschuss wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag im Winter 2010 abgelehnt. Aufklärung war wohl nie wirklich gewollt. Im Nachgang des Love-Parade-Unglücks vor beinahe zehn Jahren in Duisburg sind die Durchführungsbestimmungen für Groß-Events so verschärft worden, dass einige Traditionsveranstaltungen in NRW nicht mehr stattfinden können. Und das alles wegen der Profitgier einiger weniger. Verloren haben in diesem Prozess alle - außer denen, die wirklich schuldig sind", so Höger weiter.

„Rainer Schaller, der eine mehr als auskömmliche Fitnessstudio-Kette besitzt und Veranstalter der Love-Parade gewesen ist, kommt ungestraft davon – genauso wie die Stadt Duisburg und die örtliche Polizei. Die Angehörigen der Opfer müssen ordentlich entschädigt werden und zwar von denen, die verantwortlich sind“, fordert Sefika Minte, sozialpolitische Sprecherin im Landesvorstand von DIE LINKE NRW.