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Proteste gegen Kürzungen in der Gesundheitsversorgung und für Psychotherapie

Am Mittwoch protestierten über 8.000 Menschen in Hannover anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz gegen die von Gesundheitsministerin Warken angekündigten Kürzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Am gleichen Tag machten ambulante Arztpraxen auf die Auswirkungen für die Versorgung der Patient*innen aufmerksam. Freitag schließen viele Krankenhäuser für einige Stunden, um zu zeigen, dass mit den Sparplänen immer mehr Krankenhäuser schließen müssen. Und für Samstag, den 13. Juni, rufen erneut die Psychotherapeut*innen in vielen Städten zu Protesten gegen die Kürzungen ihrer Honorare auf.

Die Honorare für die Psychotherapie wurden bereits zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent gekürzt und sollen durch Budgetierung im Gesetzentwurf weiter verschlechtert werden.

Dazu erklärt Inge Höger, gesundheitspolitische Sprecherin der Linken in NRW: „Die Linke unterstützt die Proteste der im Gesundheitswesen Beschäftigten und der Psychotherapeut*innen gegen bereits vorgenommene und geplante Einsparungen. Die Honorarkürzungen müssen zurückgenommen werden. Psychotherapeutische Leistungen müssen in Angleichung zu anderen Facharztgruppen fair vergütet werden. Mit dem Protesttag 3.0 am 13. Juni demonstrieren die Psychotherapeut*innen zum dritten Mal in diesem Jahr gegen den Abbau der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland. In der Psychotherapie arbeiten überwiegend Frauen. Mal wieder wird gerade bei Frauenberufen an der Bezahlung gespart. 

Die Psychotherapie ist schon ohne die Kürzung der Honorare und weiterer geplanter Kürzungen systematisch unterfinanziert. Psychische Erkrankungen gehören inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Trotz steigender Fallzahlen gibt es viel zu wenig zugelassene Therapieplätze und es ist sehr schwer, einen Therapieplatz zu ergattern. Mit den Kürzungen wird sich die Versorgung weiter verschlechtern.  Wer keinen Platz bekommt, zahlt die Behandlung aus eigener Tasche oder bleibt lange unbehandelt, weil die vorhandenen Kapazitäten von Privatpatient*innen beansprucht werden. Die neuen Vergütungsregeln werden die Situation verschlechtern. Dabei belegen Studien, dass eine rechtzeitige Therapie zu weniger Arbeitsausfällen führen und Folgekosten reduzieren.“

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