Trans Day of Visibility: Sichtbarkeit heißt Handeln
Anlässlich des Trans Day of Visibility am 31. März erklärt Die Linke NRW ihre Solidarität mit der trans* Community. Der Aktionstag macht auf die Errungenschaften von trans* Personen aufmerksam und zeigt zugleich: Diskriminierung und Gewalt gehören weiterhin für viele zum Alltag.
Dazu erklärt Dominik Goertz, queerpolitischer Sprecher von Die Linke NRW: „Trans* Menschen sind Teil unserer Gesellschaft. Sie verdienen Sichtbarkeit, Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe. Dazu gehört auch, sich sicher und frei bewegen zu können. In NRW nimmt queerfeindliche Gewalt Jahr für Jahr zu. Besonders betroffen sind trans*, inter* und nicht-binäre Personen. Trotzdem kommt von der Landesregierung bisher so gut wie nichts“, so Goertz.
Neben Gewalt ist auch die strukturelle Diskriminierung, vor allem im Gesundheitssystem, weiterhin ein gravierendes Problem. Trans* Personen berichten regelmäßig von diskriminierenden Erfahrungen in Arztpraxen, fehlender Fachkompetenz sowie einem massiven Mangel an Therapieplätzen für notwendige Behandlungen. Besonders problematisch sind die bürokratischen Anforderungen für geschlechtsangleichende Maßnahmen, die oft jahrelange Verfahren und erhebliche psychische Belastungen bedeuten.
„Das Selbstbestimmungsgesetz hat zwar die Änderung des Personenstands deutlich vereinfacht, aber der gesamte Gesundheitsbereich wurde ausgespart. Hier muss dringend nachgebessert werden. Gerade im ländlichen Raum gibt es so gut wie keine wohnortnahe Gesundheitsversorgung für trans* Personen“, erklärt Goertz.
Die Linke NRW fordert daher, einen Aktionsplan gegen queerfeindliche Gewalt auf den Weg zu bringen. Dieser muss neben einer verbesserten Sensibilisierung von Polizei und Ordnungsbehörden auch unabhängige Beratungsstellen und Schutzräume für Betroffene umfassen. Darüber hinaus braucht es eine gezielte Förderung queerer Bildungs- und Kulturangebote, um Diskriminierung langfristig abzubauen. Zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung queerer Menschen muss der flächendeckende Ausbau medizinischer und psychotherapeutischer Angebote jetzt konsequent vorangetrieben werden. NRW soll sich dafür einsetzen, dass eine bedarfsgerechte und diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung als Regelleistung der Krankenkassen verankert wird.
Die Linke NRW steht solidarisch an der Seite der trans* Community und wird sich weiterhin für echte Gleichstellung, Schutz und Selbstbestimmung einsetzen.
