Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Foto zur Pressemitteilung der Linken NRW zu Vorfällen in Tönnies Kantine zeigt Menschen beim Essen in einer Kantine.

Die LINKE NRW

Video aus Tönnies-Kantine ist Offenbarungseid

Nach einer aktuellen Recherche des SWR wird über ein Video aus der Betriebskantine einer Fleischfabrik von Tönnies diskutiert, in dem Verstöße gegen Hygienevorschriften zu sehen sein sollen, nachdem diese vom Land NRW verschärft worden waren. Das Video soll vom 8. April stammen und in dem Betrieb aufgenommen worden sein, in dem in dieser Woche mehrere 100 Mitarbeiter*innen positiv auf Covid-19 getestet worden sind. Dazu erklärt Christian Leye, Landessprecher von DIE LINKE NRW: „Das Video aus der Tönnies-Kantine zeigt plastisch, wie dem Konzern der Schutz seiner Beschäftigten Wurst ist. Wer seine Arbeiter*innen dazu zwingt, Schulter an Schulter in einem vollen Raum zu essen, braucht sich danach über Corona-Ausbrüche im Betrieb nicht wundern."

"Das Video von ausgesetzten Hygiene-Vorschriften passt ins Konzept des dreisten Ausbeuterbetriebs, der seine Beschäftigten zu miesen Werkvertragsbedingungen anstellt und in Arbeiterghettos unterbringt. Dass der Konzern auch noch über das Datum des Videos gelogen haben soll, setzt dem Vorgang die Krone auf. Den Schuh muss sich allerdings auch die Landesregierung anziehen, die gerade mit viel Getöse Aktivitäten simuliert: Die Regierung Laschet war jahrelang über die Zustände bei Tönnies und Co. informiert und hat das System im Kern weiterlaufen lassen. Die Untätigkeit der Landesregierung fällt den Menschen im Kreis Gütersloh heute auf die Füße. Der Fall zeigt wieder einmal: Wir brauchen Alternativen zum System Tönnies", fordert Leye.

„Statt die Schuld an ihrer miesen Situation den Beschäftigten aus Osteuropa zuzuschieben, wie es Ministerpräsident Laschet öffentlich getan hat, muss die Landesregierung den Menschen nun aktiv unter die Arme greifen. Nötig wäre ein Topf, aus dem Beratungsangebote für die Tönnies-Beschäftigten finanziert werden, um ihnen in dieser schweren Lage zu helfen. Auch muss die Agentur für Arbeit mit schnellen und unbürokratischen Vorschuss-Zahlungen bereit stehen, sollten die dubiosen Sub-Unternehmen von Tönnies die Lohnfortzahlung den Beschäftigten verweigern", so Leye abschließend.