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Das Foto zur Pressemitteilung der Linken zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit zeigt eine Schere, auf dessen Klingen das Wort Arm und das Wort Reich stehen. Über die Schere ist ein Stopp-Zeichen gelegt.

Die LINKE NRW

Welttag der Sozialen Gerechtigkeit: Wir kämpfen gegen Ungleichheit an jedem Tag

„Für uns als LINKE ist soziale Gerechtigkeit das zentrale Thema. Doch leider sind wir noch weit davon entfernt, dass sie Realität wird. Seit Jahren beobachten wir, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird“, erklärt Inge Höger, Landessprecherin der Partei DIE LINKE in NRW, anlässlich des Welttages der Sozialen Gerechtigkeit am Donnerstag (20. Februar).

Im Jahr 2019 besaßen 0,9 Prozent der Weltbevölkerung 43,9 Prozent des weltweiten Vermögens. 56,6 Prozent der Weltbevölkerung besaßen hingegen lediglich 1,8 Prozent des weltweiten Vermögens. Und auch in Deutschland ist der Reichtum ungleich verteilt: Laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr besitzen die reichsten zehn Prozent der deutschen Bevölkerung mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens. Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzen allerdings nur 1,3 Prozent. Einer der Hauptgründe: Reichtum wird meistens vererbt.

„Zur wachsenden Ungleichverteilung des Vermögens hat auch die steuerliche Privilegierung der Reichen beigetragen, nicht zuletzt durch die Aussetzung der Vermögensteuer seit 1997 und die Senkung der Erbschaftssteuer. Kaum ein Land erzielt bei den vermögensbezogenen Steuern (Grund-, Vermögen-, Erbschaft- und Schenkungs- sowie Vermögensverkehrssteuern) so geringe Einnahmen wie Deutschland. Für CDU/CSU und FDP ist eine Besteuerung des Vermögens der Reichen und Superreichen tabu. SPD und Grüne wollen deren Vermögen lediglich mit Samthandschuhen antasten. Unsere Fraktion im Bundestag dagegen fordert die Wiedereinführung der Vermögensteuer und die Erhöhung der Erbschaftssteuer. Wir wollen den Reichtum umverteilen und so dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft eine gerechtere wird“, so Höger weiter.

Sefika Minte, sozialpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE in NRW ergänzt: „Seit Jahren ist zu beobachten, dass Menschen mit geringem Einkommen immer schwächer werden. Menschen mit geringer beruflicher Qualifikation finden keine Arbeit und haben kaum Aufstiegschancen. Mehr und mehr Menschen gelten laut Definition als arm und befinden sich somit unterhalb der Armutsgrenze. Durch die Hartz-Gesetze werden viele Erwerbslose in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gezwungen. Weigern sie sich solche einzugehen, werden in den Jobcentern Sanktionen gegen sie verhängt. Neben sozialer Ausgrenzung kann die Folge sogar Wohnungslosigkeit sein. Für diese Menschen ist der 20. Februar nicht etwa der Tag der sozialen Gerechtigkeit, sondern der sozialen Ungerechtigkeit. Wir kämpfen an jedem Tag des Jahres dafür, dass sich das ändert!