Schwangerschaftsabbrüche als Pflichtaufgabe ins Krankenhausgesetz!
Anässlich der Klage des Chefarztes der Frauenklinik Lippstadt gegen seinen Krankenhausträger fordert Die Linke NRW Minister Laumann und die schwarz-grüne Landesregierung auf, die Durchführung legaler Schwangerschaftsabbrüche als Pflichtaufgabe für öffentliche Krankenhäuser im Krankenhausgesetz NRW festzuschreiben.
Dazu erklärt die Landessprecherin der Partei Die Linke und langjährige Gesundheitspolitikerin, Kathrin Vogler: "Es ist ein Unding, dass katholische Krankenhausträger immer noch ihren Ärzt:innen verbieten können, legale Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Das gefährdet nicht nur die Selbstbestimmung ungewollt Schwangerer, sondern auch ihre Gesundheit. Unabhängig davon, dass wir als Linke Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich entkriminalisieren wollen, gehört die Möglichkeit, legale Abbrüche auch durchführen zu können, zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung für Frauen."
Die Linke setzt sich für eine hochwertige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung für alle Menschen ein. Vogler weiter: "In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens ist der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen mit hohen Hürden und weiten Wegen verbunden, weil Krankenhäuser fest in katholischer Hand sind. Krankenhäuser, die im Wesentlichen aus Steuermitteln und aus Pflichtbeiträgen der gesetzlich Versicherten finanziert werden, müssen verpflichtet werden, alle notwendigen Behandlungen anzubieten, unabhängig von der weltanschaulichen Ausrichtung ihres Trägers. Dass eine Religionsgemeinschaft, die sich selbst in der Tradition des barmherzigen Samariters sieht, ungewollt schwangeren Frauen Hilfe verweigert, ist nicht hinnehmbar."
Die Linke unterstützt auch die Petition von Prof. Dr. Joachim Volz an die Bundesregierung: https://innn.it/keinmord
