Tag der Wohnungslosen: DIE LINKE fordert Sondervermögen für bezahlbares Wohnen

DIE LINKE.NRW

Zum Tag der Wohnungslosen am 11. September erklärt Ida Paul, Sprecherin für Wohnungspolitik im Landesvorstand von DIE LINKE.NRW:

„Der Tiefstand beim sozialen Wohnungsbau bei Neubau und Bestand ist angesichts ungebremst steigender Mieten und zunehmender Wohnungsnot höchst alarmierend. In NRW ist der Bestand von Ende 2021 bis Ende 2022 um 7270 auf 435.025 gesunken. Diese erschre-ckenden, aber wenig überraschenden Zahlen gingen kürzlich aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage unserer Bundestagsabgeordneten Caren Lay hervor. Neu gebaut wurden demnach 2022 in NRW 3631 Sozialwohnungen. Das sind 853 weniger als ein Jahr davor.

Dem Tiefstand beim sozialen Wohnungsbau steht gleichzeitig ein neuer Höchststand in der NRW-Wohnungslosenstatistik gegenüber: Wie das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mitteilte, waren zum Stichtag 30. Juni 2022 insgesamt 78.350 Menschen wohnungslos, und damit gab es in NRW etwa 30.000 (beziehungsweise 62,3 Prozent) mehr wohnungslose Personen als im Vorjahr. Es muss endlich konsequent gehandelt werden. DIE LINKE fordert ein öffentliches Wohnungsbauprogramm und ein Sondervermögen für bezahlbares Wohnen. Denn Wohnen ist ein Menschenrecht!"