Echter Systemwechsel statt Pilotprojekt 2.0!

Zum 19. Schulrechtsänderungsgesetz und der damit verbundenen Schaffung von sechs weiteren Primus Schulen in NRW erklärt Dominik Goertz, bildungspolitischer Sprecher von Die Linke NRW: „Die Öffnung für weitere Primusschulen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber ein viel zu kleiner. Studie um Studie beweist, dass längeres gemeinsames Lernen und eine Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem der Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit ist“, so Goertz.

„Erst nach langem politischem Druck durch Schüler*innen-, Elternvertretungen und dem Bündnis „Eine Schule für Alle“ bewegt lässt sich Ministerin Feller widerwillig zu diesem Schritt bewegen. Zu befürchten ist, dass das Genehmigungsverfahren ähnlich bürokratisch und restriktiv wird, wie zum Start des Schulversuches“ erklärt Goertz.

Statt Pilotprojekt 2.0 fordert Die Linke NRW einen echten Systemwechsel in der Bildungspolitik: „Wir wollen einen flächendeckenden Ausbau inklusiver Schulsysteme, wie der Primusschule, und eine schrittweise Umstellung auf ein zweigliedriges Schulsystem bestehend aus inklusiver Schule für Alle und Oberstufenzentren. Bildung darf keine Frage der Herkunft sein. Nordrhein-Westfalen braucht endlich den Mut, das Schulsystem grundlegend zu verändern, statt an einzelnen Stellschrauben zu drehen“ Goertz abschließend.