Fukushima mahnt: Raus aus der Atomwirtschaft in NRW!

Anlässlich des 15. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima erklärt Hubertus Zdebel, atompolitischer Sprecher der Linken in NRW: „Am heutigen 11. März 2025 jährt sich zum fünfzehnten Mal die Atomkatastrophe von Fukushima. Für viele Menschen hatte und hat diese Nuklearkatastrophe weitreichende gesundheitliche und soziale Folgen bis hin zum Tod oder Verlust der Heimat. Fukushima ist eine Mahnung, dass die unverantwortliche Nutzung der Atomenergie weltweit Geschichte werden muss.

Wir Linken setzen uns für der Atomausstieg in Europa und überall in der Welt ein. Auch in Deutschland ist der Atomausstieg noch nicht abgeschlossen. Vielmehr werden die Stimmen -auch in der Bundesregierung- lauter, die sich offen für den Wiedereinstieg in die Atomkraft aussprechen. 

Wir Linken fordern: Kein Rollback, sondern Atomausstieg sofort! Nach der Stilllegung der Atomkraftwerke in der Bundesrepublik müssen endlich auch die noch immer laufenden Uranfabriken in Gronau (Anreicherung) und Lingen (Brennelementeherstellung), die maßgeblich zum weltweiten Betrieb von Atomkraftwerken beitragen, schnellstmöglich stillgelegt werden und bis zur endgültigen Stilllegung Exporte von Uran-Kernbrennstoffen an Reaktoren im Ausland verhindert werden. Vor dem Hintergrund der hierzulande in politischen und militärischen Kreisen ganz offen geführten Diskussion über den Bau einer eigenen deutschen oder europäischen Atombombe ist die Uranfabrik in Gronau von besonderer Brisanz. Mit ihrer Zentrifugentechnik könnte sie auch das Material für eine Uran-Atomwaffe produzieren und ist somit der Schlüssel zum deutschen und EU-Griff nach der Atombombe.

Wir Linken fordern ferner, dass die drohenden Atommülltransporte quer durch NRW von Jülich nach Ahaus nicht durchgeführt werden und stattdessen ein sicheres Zwischenlager in Jülich errichtet wird.

Die dauerhafte Lagerung des in Deutschland erzeugten Atommülls bis heute ungeklärt. Dessen oberirdische Zwischenlagerung wie im westfälischen Ahaus bringt angesichts wachsender Terrorgefahren, Naturkatastrophen oder technischem Versagen immer größere Risiken mit sich. Das Durchwursteln von Übergangslösung zu Übergangslösung, gepaart mit unhaltbaren Versprechungen an die örtliche Bevölkerung, muss endlich aufhören.“