KiBiz-Reform der Landesregierung ist Angriff auf die frühkindliche Bildung!
Zur vorgestellten Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) erklärt Dominik Goertz, Bildungspolitischer Sprecher von Die Linke NRW: „Verlässlichkeit und Stabilität verspricht die schwarzgrüne Landesregierung durch Ihre Reform des KiBiz. Was wir tatsächlich bekommen, ist ein Angriff auf die frühkindliche Bildung durch weitere Absenkung von Qualitätsstandards“, so Goertz. Künftig wird es Kita-Trägern möglich sein, in sogenannten Randzeiten nach eigenem Ermessen fachfremdes Personal einzusetzen. Pädagogische Angebote sollen sich auf die „Kernzeiten“ reduzieren.
„Die Landesregierung entwertet den Beruf der Erzieher*innen immer weiter. Diese Änderung ist der erste Schritt Kitas zu reinen Verwahranstalten zu machen“, stellt Goertz fest. Auch die Gruppengrößen werden nicht etwa verkleinert, wie Die Linke NRW schon lange fordert, sondern noch weiter vergrößert. Für die Beschäftigten bedeutet das mehr Belastung und es wird unmöglich jedem Kind in seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. „Mit der Absenkung der Qualitätsstandards und den größeren Gruppengrößen werden die Bildungschancen dieser Kinder von der Landesregierung mit Füßen getreten“, erklärt Goertz.
Die Linke NRW fordert eine grundlegende Überarbeitung des KiBiz, die sich orientiert an pädagogischer Qualität, guter frühkindlicher Bildung und gesunden Arbeitsbedingungen statt an Flexibilisierung um jeden Preis. Dazu gehört eine ausreichende Finanzierung von Kitas durch das Land, gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten durch verbindliche Personalschlüssel ohne Absenkung der Qualitätsstandards und mehr Investitionen in die Ausbildung neuer Erzieher*innen.
