Welttag des Artenschutzes: Linke NRW fordert wirksamen Artenschutz

Rund 80 Prozent der Lebensräume im nordrhein-westfälischen Tiefland sind in keinem guten Zustand - allen voran Moore, Grünland- und Gewässer-Lebensräume sowie Eichen- und Auenwälder. Deswegen stehen fast 45 Prozent der Arten in NRW auf der Roten Liste. Der rapide Rückgang der Insektenpopulationen zieht einen Rückgang aller Insektenfresser, ob Vögel oder Säuger, nach sich.  Verschlechterungen sind zudem bei Arten festzustellen, die auf feuchte Lebensräume angewiesen sind. Dazu trägt nicht nur der Klimawandel mit zunehmend heißen und trockenen Sommern bei, sondern auch die Trockenlegung von Mooren und die Denaturierung von Fließgewässern.

Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Partei Die Linke NRW, Edith Bartelmus-Scholich: „Die schwarz-grüne Landesregierung hat offenbar nicht begriffen, wie gefährlich das Artensterben ist. Die  fortschreitende Krise der Biodiversität bedroht nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch die Menschen in NRW. Intakte Ökosysteme sind die Grundlage auch für menschliches Leben, nicht nur in Bezug auf die Nahrungsmittelproduktion. Was politisch zu tun ist, liegt auf der Hand: Intensive Landwirtschaft und Überbauung sind die Hauptgründe dafür, dass auch früher oft vorkommende Arten wie der Feldsperling vom Aussterben bedroht sind.  Die Linke wird sich zukünftig im Landtag von NRW für Maßnahmen gegen den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden sowie für die Ausweitung der biologischen Landwirtschaft einsetzen. Sie wird sich einer Neuversiegelung von Landschaft entgegenstellen und sich für die Wiedervernässung von Mooren stark machen.“