Termin
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser*innen, Netzwerkpartner*innen, Kolleg*innen, Genoss*innen und Interessierte, am 31. Oktober 2026 laden die Linke Fraktionsvorsitzendenkonferenz und die Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Industrie-Konferenz „Zukunft der Industrie – Unsere Jobs sind mehr wert als ihre Profite“ nach Berlin ein.
Große Teile der deutschen Industrie befinden sich in der Krise. Tausende Menschen verlieren jeden Monat ihre Arbeit und eine Hiobsbotschaft über Standortschließungen jagt die nächste. Die Bundesregierung glaubt, dieser Krise mit Angriffen auf Arbeitnehmerrechte und Dekarbonisierung begegnen zu können, hat darüber hinaus jedoch keinen Plan für eine Industrie der Zukunft.
Dem wollen wir gemeinsam mit Betriebsräten, Wissenschaftler*innen, Aktiven aus Gewerkschaften und Politik sowie Beschäftigten etwas entgegensetzen. Gemeinsam wollen wir diskutieren: Wie können wir von links dagegenhalten? Wie können wir die Auseinandersetzungen in den Betrieben unterstützen und vorantreiben? Welche Visionen und Konzepte setzen wir dem Stellenabbau und dem Abbremsen der Dekarbonisierung entgegen?
Datum: 31.10.2026
Uhrzeit: 11 bis 18 Uhr
Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, Berlin
Das vollständige Programm aus Keynotes, Workshops und Panel-Diskussion ist online <https://www.dielinke-fvk.de/industrie-konferenz/> und unter dieser Mail zu finden.
Jetzt hier anmelden: www.dielinke-fvk.de/industrie-konferenz/ <https://www.dielinke-fvk.de/industrie-konferenz/>
Die Anmeldung ist bis zum 26.10. möglich.
Anmeldungen für Kinderbetreuung sind bis zum 05.10. möglich.
Bitte beachten Sie auch die aktuelle Arbeit der Linksfraktion im Bundestag zur Stahlindustrie und der FVK und zur Zukunft der Industrie:
Positionspapier Fraktion Die Linke im Bundestag: Mirze Edis, Janine Wissler, Agnes Conrad, Jörg Cezanne, Cem Ince "Stahlindustrie in der Krise:
Chance für Dekarbonisierung und Vergesellschaftung": https://www.dielinkebt.de/fileadmin/user_upload/Positionspapier_Stahlindustrie.pdf
Papier der Fraktionsvorsitzenden-Konferenz (FVK): "Für eine neue linke Industriepolitik": https://www.dielinke-fvk.de/fileadmin/lcmsfvk/FVK_Fuer_eine_neue_linke_Industriepolitik_aktualisierte_Fassung_Sept_26.pdf
Der Tagungsort ist rollstuhlgerecht zugänglich. Weitere Informationen zur Barrierefreiheit sind hier <https://www.rosalux.de/barrierefreiheit> auf der Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammengefasst. Fragen zu organisatorischen Aspekten oder zum Programm können an info@dielinke-fvk.de <mailto:info@dielinke-fvk.de> gerichtet werden.
Über die Weiterleitung an Interessierte und weitere Netzwerke würden wir uns sehr freuen.
Mit solidarischen Grüßen
Mirze Edis
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PROGRAMM
* Ab 10:30 Uhr Ankommen
* 11 bis 13 Uhr Begrüßung, Keynotes und kurzer Talk
* 13 bis 14 Uhr Mittagspause mit Imbiss
* 14 bis 16 Uhr Workshops
* 16 bis 16:30 Uhr Kaffee-Pause
* 16:30 bis 18 Uhr Abschlusspanel: Mehr als Umverteilung? Linke Industriepolitik in Zeiten von Krise und Krieg
Keynote-Speaker*innen:
Ines Schwerdtner, geboren 1989 in Werdau, ist Vorsitzende der Linken und Mitglied des Bundestages. Seit dem Europawahlkampf setzt sie sich für eine größere Sichtbarkeit von Industriepolitik in der Partei ein. Sie studierte Politikwissenschaft und Anglistik und absolvierte einen Master in Politischer Theorie. Vor ihrer Tätigkeit als Politikerin arbeitete sie als Journalistin und Publizistin und war Mitgründerin und Chefredakteurin der deutschsprachigen Ausgabe des Magazins Jacobin.
Dr. Christian Christen arbeitet als Projektberater im Regionalen Transformationsnetzwerk Berlin-Brandenburg (www.retranetz-bb.de <http://www.retranetz-bb.de> ). Dort unterstützt er Akteure aus Wirtschaft, Politik und Arbeitswelt dabei, den Umbruch in der Fahrzeug- und Zulieferindustrie strategisch und sozial verantwortlich zu gestalten. Zuvor war lange im Bundestag als Referent für Wirtschaftspolitik der Linksfraktion tätig. Sein Fokus als Publizist und Berater liegt heute auf industrieller Transformation, Automobil- und Industriepolitik, Energiewende sowie Handel, Produktion und globalen Lieferketten.
Workshops:
Workshop 1: Industrie-Dekarbonisierung unter Druck
Vor dem Hintergrund der Klimakrise müssen auch Industrieprozesse und Produkte frei von Treibhausgasemissionen werden, und zwar innerhalb der nächsten zwanzig Jahre. Damit verbunden ist eine weitgehende Elektrifizierung jener Anwendungen, die bislang fossil betrieben wurden (Motoren, Prozesswärme). Grüner Wasserstoff übernimmt diese Funktion dort, wo es um stoffliche Prozesse geht, etwa im Stahlbereich oder der Chemie.
Der Workshop diskutiert den Stand der Umsetzung, die internationalen und regulativen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen für Beschäftigte und Regionen.
Mit Inputs von:
* Dr. Christian Christen, retranetz-bb: Industrietransformation im globalen Kontext
* Jörg Köther, Betriebsrat Salzgitter AG: Warum Salzgitter am H2-Pfad festhält
* Kerstin Eisenreich, bis 2026 MdL Sachsen-Anhalt, Die Linke: Öffentliche Chemieparks als Schlüsselelement für die Transformation
Workshop 2: Rüstung als Ausweg aus der Krise der Industrie?
Ist die Rüstungsindustrie die Lösung für die aktuelle Krise der deutschen Industrie? Wo bei anderen Wirtschaftssektoren aktive Industriepolitik, beispielsweise öffentliche Unternehmensbeteiligungen oder Nachfrageprogramme, die Ausnahme ist, so nicht unbedingt bei der Rüstungsindustrie. Das Panel beleuchtet die Rüstungsindustrie aus der ökonomischen Perspektive und analysiert Marktstrukturen, ökonomische Chancen und Risiken einer aktiven Industriepolitik in diesem Feld. Im Fokus stehen demokratische Mitbestimmung der Beschäftigten, politische Verantwortung statt privater Profitlogik und die Frage der Konversion.
Mit Inputs von:
* Klaus Dörre (Arbeitssoziologe)
* Jürgen Kerner (Zweiter Vorsitzender der IG Metall)
* Agnes Conrad (MdB)
* Uwe Garbe (erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen)
Workshop 3: Beschäftigte und ihre Interessensvertretungen für eine gemeinwohlorientierte Industrie – Beispiele u.a. aus der Stahl- und Autoindustrie
15.000 Arbeitsplätze gehen gegenwärtig in der Industrie in Deutschland jeden Monat verloren. 15.800 Menschen starben diesen Sommer an den Folgen der Hitze, alleine in Deutschland. Zwei Sachen sind offensichtlich: Die Industrie in Deutschland muss umgebaut werden und der Markt wird das nicht leisten. Wir benötigen eine gemeinwohlorientierte Industrie, die die Planbarkeit des Lebens sichert. Dafür benötigen wir zum einen dauerhaft gute Arbeitsplätze in unseren Regionen. Zum anderen müssen nachhaltige, wettbewerbsfähige Produkte produziert werden. Dies geht nur durch eine starke echte Mitbestimmung durch die Beschäftigten. Wir wollen uns darüber austauschen wie wir Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen noch stärker ins Zentrum des Aufbaues einer Industrie bringen können, die dem Gemeinwohl dient.
Mit Inputs von:
* Ali Albayrak (Hüttenwerke Krupp Mannesmann)
* Halil Izci (ThyssenKrupp)
* Mirze Edis (MdB und Betriebsrat)
Workshop 4: Wem gehört die Zukunft? KI, Macht und Mitbestimmung
Künstliche Intelligenz verändert schon heute, wie wir arbeiten, lernen und wirtschaften – und diese Veränderung ist nicht neutral. Sie schafft Gewinner und Verlierer, neue Abhängigkeiten und offene Machtfragen: Wem gehören die Produktionsmittel der digitalen Zukunft? Wer bestimmt über die Algorithmen? Und was bedeutet das für Beschäftigte, Betriebsräte und den Mittelstand und letztendlich für uns alle?
In diesem Workshop wollen wir gemeinsam Klarheit über die zentralen Entwicklungen bei KI schaffen, die politischen Dimensionen sichtbar machen und diskutieren, wo Zielkonflikte liegen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche konkreten politischen Handlungsoptionen haben wir auf EU-, Bundes- und Länderebene und welche Forderungen muss die Linke jetzt stellen?
Mit Inputs von:
* Barbara Lampl (KI-Expertin, Verhaltensmathematikerin und Consultant)
* Tim Menzner (Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Center for Responsible Artificial Itelligence der Hochschule Coburg)
* Falko Blumenthal (Sozialwissenschaftler und Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall München, Schwerpunkt IT und Tech)
Abschlusspanel:
Mehr als Umverteilung? Linke Industriepolitik in Zeiten von Krise und Krieg
Es diskutieren:
* Klaus Dörre (Soziologe)
* Frederik Moch (DGB, Leiter Abteilung Struktur-, Industrie- und Dienstleistungspolitik beim Bundesvorstand)
* Sofia Leonidakis (Die Linke Fraktionsvorsitzendenkonferenz)
* Theo Glauch (Stellvertretender Parteivorsitzender Die Linke)
* Mirze Edis (Fraktion Die Linke im Bundestag, Sprecher für Industriepolitik)
Moderation: Maxine Fowé (Ökonomin und Autorin)
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Anna Fischer
Fraktionsvorsitzendenkonferenz Die Linke
Koordinatorin
mobil: 0173 2113984
mail: fvk@dielinke-fvk.de <mailto:fvk@dielinke-fvk.de>
www.dielinke-fvk.de <http://www.dielinke-fvk.de>
Mirze Edis, MdB
Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie
Fraktion Die Linke
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
T: 030-227-70619
