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III.5. Produkte mit Zukunft statt „Ex und Hopp“

Eine gute nachhaltige Produktionsweise, die sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet, nützt nicht nur den Verbraucher:innen, sie kommt zugleich auch der Gesundheit der Arbeitenden zugute, die diese Waren herstellen. Sie sichert außerdem Arbeitsplätze, weil sie mit den Anforderungen der Gegen-wart und Zukunft besser Schritt hält und gesundheitliche und ökologische Risiken reduziert. LINKE Ver-braucher:innenpolitik gibt den Rechten der Menschen, die die Produkte und Dienstleistungen brauchen, Vorrang vor Profitinteressen der Konzerne.

Wir wollen eine vorsorgende Verbraucher:innenpolitik, die regulierend auf die falschen Zielsetzungen der kapitalistischen Produktionsweise einwirkt. Den Trend zu immer kürzeren Modezyklen bei Produkten wollen wir stoppen und umkehren. „Fast Fashion“ ist nicht nachhaltig. Indem zum Beispiel viele Smartphones nur für kurze Zeit Software-Updates erhalten, sollen Menschen, die auf Datensicherheit und aktuelle Funktionen Wert legen, zum Kauf immer neuer Geräte gezwungen werden. Hier ist mehr Regulierung dringend notwendig. „Ex und Hopp“ muss ressourcenschonender Herstellung von Gütern mit langer Lebensdauer und guter Reparierbarkeit weichen. Am Ende ihrer Nutzungsdauer sollen sich Geräte und andere Gebrauchsgegenstände möglichst vollständig recyceln lassen.

Wir wollen hohe soziale, ökologische und gesundheitliche Standards für alle Produkte und Dienstleistungen, die in Nordrhein-Westfalen angeboten werden. Dafür brauchen wir mehr Durchsetzungskraft für die öffentlichen Kontrollinstitutionen und finanziell gut ausgestattete, unabhängige Schutzverbände für die Konsumierenden. Statt weniger Prüfungen in der Lebensmittelkontrolle brauchen wir mehr Personal, damit die notwendigen Kontrollen in allen Städten und Kreisen des Landes tatsächlich und unangekündigt stattfinden können.

Was tun?

  • Mehr Personal für die Lebensmittelkontrollen in NRW
  • Wiedereinführung einer Stabsstelle gegen Umweltkriminalität in NRW
  • Kostenfreie Nutzung der Angebote der Verbraucherzentralen in NRW sicherstellen
  • Enge Beteiligung von Verbraucher:innen- und Umweltschutzorganisationen in der Landespolitik
  • Gesetzliche Grundlagen für mehr Transparenz in der Produktion für und die Veröffentlichung von Kon­trollergebnissen schaffen
  • Vollständige Auskunftspflicht der produzierenden Betriebe gegenüber Behörden und Institutionen der interessierten Öffentlichkeit (Medien, Verbraucher:innenschutz- und Umweltverbänden) über alle verwendeten Gift- und Gefahrstoffe und gefährlichen Produktionsprozesse einführen
  • Zentrale Infrastruktur der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand betreiben
  • Unverzichtbare Produkte und Dienstleistungen des täglichen Lebens, z. B. Energieversorgung und Bankdienstleistungen, müssen grundsätzlich mit einem fairen Sozialtarif angeboten werden.
  • Kosten bei Dispokrediten und beim Abheben am Geldautomaten senken
  • Flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen als gesetzlicher Mindeststandard
  • Barrierefreie Planungen in allen Bereichen sowie die Beseitigung bestehender Barrieren
  • Herkunft und Zusammensetzung von Lebensmitteln transparent machen
  • Anbau gentechnisch veränderter Lebensmittel verbieten
  • Gaststätten gesetzlich verpflichten, Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen am Eingang auszuhängen