Mirze Edis zu VW: Die Beschäftigten dürfen nicht zum Spielball einer kurzfristigen Renditepolitik werden
Mirze Edis zu VW: Die Beschäftigten dürfen nicht zum Spielball einer kurzfristigen Renditepolitik werden
"Der Vorstand will eine ganze Reihe von Tarifverträgen des VW-Haustarifs kündigen. Für diese Tarifverträge haben Generationen von Beschäftigten über Jahrzehnte gekämpft. Viele soziale Errungenschaften sind nicht vom Himmel
gefallen – sie wurden durch gewerkschaftlichen Einsatz, Streiks und den Mut der Beschäftigten erkämpft. Diese Rechte jetzt unter dem Vorwand des Kostendrucks infrage zu stellen, ist der falsche Weg. Volkswagen hungert nicht
am Hungertuch. Der Konzern verfügt über mehr als 200 Milliarden Euro Eigenkapital und hat auch 2025 trotz schwieriger Lage ein operatives Ergebnis von 8,9 Milliarden Euro erzielt.
Es geht deshalb um eine politische und gesellschaftliche Frage: Wer soll für die Probleme des Konzerns bezahlen – die Beschäftigten oder diejenigen, die über Jahre von den Erfolgen von Volkswagen profitiert haben? Ich erwarte vom
VW-Vorstand, die Tarifautonomie und die Mitbestimmung zu respektieren. Die Beschäftigten dürfen nicht zum Spielball einer kurzfristigen Renditepolitik werden. Tarifverträge sind keine Kostenstelle. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger
Kämpfe für gute Arbeit, sichere Einkommen und soziale Sicherheit. Ich stehe an der Seite der IG Metall und der Betriebsräte. Wer die Tarifverträge der Beschäftigten angreift, muss mit entschlossenem Widerstand rechnen."
