Zum Hauptinhalt springen

Weltfriedenstag: Gegen Krieg, für Abrüstung und Entspannung

Ulrich Thoden, MdB

Anlässlich des Weltfriedenstages erklärt Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Linksfraktion:

"Im Morgengrauen des 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen. Der von Hitlerdeutschland entfesselte Zweite Weltkrieg verursachte unermessliches Leid und Zerstörung und kostete über 60 Millionen Menschen das Leben. Die meisten Opfer gab es in der Sowjetunion, wo 27 Millionen Menschen als Folge des Vernichtungskrieges ums Leben kamen.  Das Zivilisationsverbrechen des Holocaust führte zur industriellen Massenermordung von über sechs Millionen Jüdinnen und Juden aus ganz Europa.

Der 1. September mahnt uns, den zahllosen Opfern zu gedenken, aber auch den Kriegen, die später folgten und die in der Gegenwart stattfinden. Der imperialistische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist ein grausames Verbrechen und dauert schon über 3,5 Jahre an. Israels Militäroffensive im Gazastreifen und das massenhafte Aushungern der palästinensischen Zivilbevölkerung zeigen die ganze Inhumanität des Krieges. Darüber hinaus dürfen andere Kriege und Konflikte nicht vergessen werden, wie z. B. im Sudan, der Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan oder die Kanonenbootpolitik Trumps gegenüber Kuba und Venezuela.

Der Weltfriedenstag ist für uns Verantwortung und Auftrag zugleich. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen. Aktuell will die Bundesregierung mithilfe des Sondervermögens für die Bundeswehr und der Lockerung der Schuldenbremse Deutschland zur militärischen Großmacht mit der stärksten Streitmacht in Europa aufrüsten. Die Anschaffung von immer tödlicheren Mordwaffen, Kampfflugzeugen und bewaffneten Drohnen führt jedoch nicht zu Frieden und mehr Sicherheit, sondern zu Krieg, Elend und Flucht. Die Linke fordert eine Trendumkehr für Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie die Rückkehr zu einer Entspannungspolitik und menschenrechtsorientierten Außenpolitik."

Zurück zum Kopf der Seite