Endlich Handeln statt warmer Worte: Queerfeindliche Gewalt stoppen!
Die Linke NRW zeigt sich entsetzt über die Nachricht, dass der offen queere Amateur-Schiedsrichter Pascal Kaiser in seinem eigenen Zuhause körperlich angegriffen wurde, nur wenige Tage, nachdem er im RheinEnergieStadion vor Zehntausenden Zuschauer*innen seinem Partner einen Heiratsantrag gemacht hatte.
Dazu erklärt Dominik Goertz, queerpolitischer Sprecher von Die Linke NRW: „Dieser Angriff ist ein Angriff auf die queere Sichtbarkeit in ganz Deutschland und ein alarmierendes Zeichen dafür, dass Queerfeindlichkeit wieder salonfähig geworden ist. Jahr für Jahr steigen queerfeindliche Straftaten in NRW an, doch von der Landesregierung gibt es selten mehr als warme Worte.“
„Dass die Polizei, bei der sich Kaiser meldete, weil er explizit Drohungen unter Erwähnung seines Wohnortes erhielt, noch unmittelbar vor dem Angriff versicherte, es bestünde keine Gefahr, ist ein Skandal! Queere Menschen werden immer noch zu oft bei Polizei und Behörden nicht ernst genommen. Dieser Fall muss gründlich aufgearbeitet werden“, ergänzt Goertz. Die Linke NRW fordert die Landesregierung auf, jetzt endlich zu handeln und noch vor der Landtagswahl einen umfangreichen Aktionsplan gegen Queerfeindlichkeit auf den Weg zu bringen. Dieser muss auch Maßnahmen enthalten, um die Polizei für queerfeindliche Straftaten zu sensibilisieren.
„Wir stehen solidarisch an der Seite von Pascal Kaiser und allen queeren Menschen, die Opfer von Hass und Gewalt wurden. Sichtbarkeit darf nicht gefährlich sein – sie muss geschützt werden“, erklärt Goertz abschließend.
