Höcke kommt nach Düsseldorf – Die Linke ruft zu massiven Protesten auf
Die Linke NRW kündigt scharfe Proteste gegen den Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke am 23. Februar 2026 in Düsseldorf an. Der Rechtsextremist wird im Kulturhaus Süd in Garath sprechen. Aus allen Ecken regt sich Protest. Düsseldorf stellt sich quer organisiert einen großen Demozug vom S-Bahnhof Garath bis zur Höcke-Propaganda-Veranstaltung.
„Höcke ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Er ist rechtskräftig verurteilt wegen NS-Parolen. Und genau diesen Mann lässt man hier reden“, sagt Manuela Cengiz Bechert, Sprecherin im Landesvorstand der Linken NRW. „Das ist kein Demokratie-Test – das ist eine Kapitulation. Wir werden am 23. Februar so laut sein, dass niemand mehr weghören kann. Und wir sagen ganz klar: Eine Partei, die Faschisten wie Höcke zur Galionsfigur macht, gehört verboten.“
Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ erwartet breite Beteiligung aus der Stadtgesellschaft – von Gewerkschaften über Vereine bis hin zu einer Garather Bürgerinitiative, die sich breit im Zentrum Garath aufstellen will und verschiedenste Angebote an unterschiedlichsten Stationen plant. „Wir rechnen mit Tausenden auf der Straße“, so Cengiz Bechert. „Düsseldorf wird friedlich, aber unmissverständlich zeigen: Wir dulden das nicht.“
Die Linke NRW fordert zudem die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens. Die Debatte darüber hat in den vergangenen Monaten bundesweit an Fahrt aufgenommen. „Höcke ist kein Einzelfall. Er ist das Gesicht einer Partei, die Menschenverachtung salonfähig machen will“, erklärt Cengiz Bechert.
Der Demozug von DSSQ startet um 17Uhr unter dem Motto „Keine Böcke auf Höcke“ am S-Bahnhof Garath. Konkrete Informationen zu weiteren Treffpunkten und Aktionen werden in den kommenden Tagen über die Kanäle der verschiedenen Bündnisse veröffentlicht.
