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Das Foto zur Pressemitteilung der Linken NRW zu den Folgen der Corona-Pandemie für Gastronomie und Kulturschaffende zeigt ein leeres Restaurant mit gedeckten Tischen

Die LINKE NRW

Zuschüsse für Gastronomie und Kulturschaffende müssen deutlich erhöht werden

Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe arbeiten mehr als 401.000 Beschäftigte und 10.203 Auszubildende. Ein Drittel der mehr als 50.000 Betriebsstätten ist durch die Corona-Maßnahmen von der Pleite bedroht. „Die Corona-Soforthilfe gilt nur für Betriebsausgaben. Trinkgelder für Personal, das häufig nur den Mindestlohn oder etwas mehr bekommt, fallen weg. Das Kurzarbeitergeld reicht deshalb hinten und vorne nicht. Und die vielen Mini-Jobber fallen ganz durchs Raster. Gleichzeitig können viele in der Gastronomiebranche kaum auf Rücklagen zurückgreifen. Den Kulturschaffenden fehlt es an Auftrittsmöglichkeiten", erklärt Chrisitan Leye, Landessprecher der Partei DIE LINKE NRW.

„Mit Darlehen ist den Gastronomen und Kulturschaffenden nicht geholfen: Auftritte, die jetzt nicht stattfinden, können nicht in jedem Fall nachgeholt werden. Das Bier, das jetzt nicht getrunken, die Mahlzeiten, die jetzt nicht verspeist werden, werden nach der Krise nicht doppelt verzehrt. Lieferdienste kompensieren nicht das eigentliche Tagesgeschäft, und nicht jeder Betrieb kann einen Lieferdienst betreiben. Deshalb braucht es jetzt ein Konzept, um den Menschen im Gastgewerbe unter die Arme zu greifen. Wir fordern von der Landesregierung, dass sie die Zuschüsse für kleine und mittlere Selbständige deutlich erhöht. Diese sollten als nicht rückzahlbare Zuschüsse vergeben werden, von denen die Menschen auch ihre privaten Lebenshaltungskosten bestreiten können. Das Land darf jetzt nicht tausende Menschen auf das Niveau der Grundsicherung zurückwerfen. Deswegen muss auch das Kurzarbeitergeld durch Landesmittel auf 90 bis 100 Prozent erhöht werden, um die Menschen in NRW sozial abzusichern in der Krise."