Antikriegstag 2026: Nie wieder Krieg heißt auch, NRW darf kein Rüstungsland werden
Am Vorabend des 1. September, des Antikriegstages, kündigte Rheinmetall Chef, Armin Papperger, eine weitere Großinvestition von 30 Milliarden Euro für den Rüstungsstandort Neuss in NRW an. In Abstimmung mit der grünen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur soll hier ein Technologiezentrum für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die Digitalisierung in der Kriegsführung entstehen.
Dazu erklärt Inge Höger, Mitglied des Landesvorstandes Die Linke NRW:
„Am 1. September, dem Antikriegstag, gedenken wir der Opfer des zweiten Weltkrieges und aller Kriege in der Welt. Für uns muss „Nie wieder Krieg“ das oberste Gebot der Politik in Bund und im Land NRW sein. Gerade wenn Großmächte Angriffskriege wieder als normalen Mittel der Politik betrachten und Deutschland angeblich „Kriegstüchtig“ werden soll, fordert die Linke Abrüstung statt Aufrüstung und Diplomatie statt Krieg! Das sind die Lehren aus zwei von Deutschland angezettelten Weltkriegen.
Krieg beginnt nicht mit dem ersten Schuss, sondern mit der Produktion von Waffen und Munition. Wenn Rheinmetall in den kommenden sechs Jahren 30 Milliarden Euro in NRW investieren will, dann werden damit Kriege befeuert und vorbereitet. Rheinmetall gehört schon heute zu den größten Profiteuren der sogenannten Zeitenwende und der massiv gestiegenen Rüstungsausgaben. Die Sektkorken knallen bei den Aktionär:innen, während Soldat*innen weltweit täglich zu Hunderten oder Tausenden verletzt und getötet werden.
Die Linke in NRW ruft zur Teilnahme an örtlichen Aktionen zum Antikriegstag auf und erklärt sich solidarisch mit dem Rheinmetall Entwaffnen Camp, das vom 1. bis 6. September 2026 in Köln stattfindet. Es wird Zeit, diesen Rüstungswahnsinn zu stoppen. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gilt allen Opfern von Krieg, Vertreibung und Genozid. Unser Blick auf die Weltpolitik ist ihr Blick, nicht der von Staaten, Konzernen oder Generälen.“
