Die Linke NRW fordert zum Ausbildungsstart Ausbildungsplatzumlage nach Bremer Vorbild
Zum Ausbildungsstart in zahlreichen Berufen am 01. September sind immer noch fast 26.000 Bewerber*innen unversorgt. Deshalb fordert Die Linke in NRW die Landesregierung auf,endlich eine Ausbildungsplatzumlage nach dem Bremer Vorbild einzuführen. Der stellvertretende Landessprecher und gewerkschaftspolitische Sprecher, Nils Böhlke, erklärt:
„In diesem Jahr hat sich die Zahl der Bewerber*innen in NRW nach den Zahlen der Bundesagentur gegenüber den Vorjahren erhöht, während die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegen über dem Vorjahr um 6 Prozent – gegenüber 2024 sogar um 9 Prozent – gesunken ist. Entsprechend ist die Zahl der unversorgten Bewerber*innen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gestiegen. Derzeit sind nach der Bundesagentur fast 26.000 junge Menschen in NRW noch unversorgt. Deshalb muss die Landesregierung dringend handeln. In Bremen gibt es seit 2024 eine Ausbildungsplatzumlage. Es wird höchste Zeit, dass diese auch in NRW eingeführt wird. Nach dem DGB-Ausbildungsreport 2026 bilden nur 18,7 Prozent der Betriebe aus. Dadurch greift die gesetzliche Ausbildungsplatzgarantie in vielen Fällen nicht. Erst durch eine Ausbildungsplatzumlage könnte dieser Anteil wieder signifikant gesteigert werden.
Darüber hinaus brauchen junge Menschen bezahlbaren Wohnraum und kostengünstigen – in der Perspektive kostenlosen – ÖPNV. Ohne diese Angebote helfen Hinweise auf mögliche freie Ausbildungsstellen in anderen Regionen nicht weiter. Bereits heute wohnen mehr als die Hälfte der Azubis in NRW beim Ausbildungsstart nicht an ihrem Ausbildungsort und müssen durchschnittlich über 23 Kilometer pendeln. Auch hier ist die Landesregierung gefragt für Entlastung zu sorgen.“ so Böhlke abschließend.
